Wenn z.B. eine Gruppe Führungskräfte zur Werks-Besichtigung erwartet wird ist nicht zu enge Kleidung mit niedrigeren Absätzen eher empfehlenswert. Zu sexy zum falschen Zeitpunkt, das hat à-la-longue noch nie wirklich gut funktioniert, immer eher die Treppenwitze befeuert.
Gibt es zu diesem Dresscode eine Alternative?

Vom milde belächelten „…….. – Balken“ der 70-er Jahre bis hin zum perfekt gekämmten Vollbart von heute, dem Bart wird mehr Gestaltungskraft bezüglich des Image zugeschrieben als jedem anderen Merkmal. Kleidung? Egal. Die Beschreibung der Haapracht liefert den Rohstoff zur perfekten Visualisierung.

Beileid aussprechen oder kommentieren muss nicht zwingend triefenden Charakter, sondern kann auch eine getragene Note haben. Jede Gesellschaft hat ihre eigene Trauerkultur. (So haben die Schwarzen z.B. früher bei einer Beerdigung gesungen und getanzt. Ein Brauch, den man unter keinen Umständen leichtfertig importieren sollte…. )
Allerdings sollten Sie sich vor einigen Dingen hüten, die einfach nur abstoßend sind:

Wenn alle negativen Einflüsse zusammenkommen sind sie auch die Grundlage für eine ernsthafte Beleidigung – je nachdem, wir verkehrt machen. Besonders gefährlich sind aber die Fettnäpfchen, die ihre Wirkung erst später entfalten – fernab vom Geschehen, hinter geschlossenen Türen.

Kombinieren Sie niemals, unter gar keinen Umständen Ihre Krawatte oder Fliege mit einem Einstecktuch in genau dem gleichen Stoff, also farb- und muster-identisch.
Wer ein bisschen Ahnung hat, sieht dann nämlich sofort, dass hier kein Insider am Werk ist. Sondern jemand, der die Spielregeln (und nicht nur die des Einstecktuches…) nicht wirklich begriffen hat.

„Dresscode Büro“ – lautet die „Sprechblase“, die den allmorgendlichen Such-Algorythmus vor dem Schrank einleitet: „Was kann ich anziehen? Wieviel „Ich“ – und wieviel Bequemlichkeit ist ok? Was ist im Kundenkontakt noch angemessen, was ist zu salopp und was zu überkandidelt? Wo gilt das einstige “Hochamt” des ordentlichen Krawattenknotens noch als “Must”?