Akquirieren Sie auch so stillos?

Akquirieren mit Stil Akquirieren mit Stil, dazu bedarf es einer großen Menschenkenntnis.

Akquirieren zählt ja mittlerweile zu den Königsdisziplinen des Miteinanders.
Für den einen ist es eine Art Pulverfass, welches sich um das Wort „Nein“ herum aufbaut, für den anderen einfach eine Art Spaß, für den man sich halt ein bisschen warm laufen muss. (Oder so ähnlich.)

Akquirieren Sie zu „unchristlichen Zeiten“?

Egal, ob per Mail oder per Anruf: Die Uhrzeit hat für viele Leute nach wie vor eine hohe Bedeutung.
Für ältere Menschen z.B. kann es durchaus Stress bedeuten, eine Information schon morgens um 6.00 Uhr zu bekommen. Sie sind oft noch geprägt von einem Konsumenten-Verhalten, welches sich durch zeitliche Nähe zum Eintreffen und Reagieren auszeichnet: Kommt die Mail um 6.00 und lesen sie sie beim Kaffee-Trinken um 6.30, ja, dann kann der Handlungs-Appell schon mal „reinhauen“. Dies gilt besonders, wenn er mit dem Schüren von Verlustangst verbunden ist. (Nur noch wenige….vorhanden!)

In der technischen Produktion ist ein Anruf morgens um 7 kein Problem.
Auch „auf dem Bau“ dürfte das gut klappen – in einem Handwerks-Familienbetrieb dagegen ist das zu früh: Selbst, wenn dann schon alle auf sind, stört man wahrscheinlich eher beim Frühstück oder „Kinder-in-die-Schule-schicken“.

Gilt die Mittagszeit, so wie früher „zwischen 12 und 3“?
Ich würde mir sehr genau ansehen, wen ich da anrufe. Aus dem Call-Center in den Privat-Haushalt? Das kann heikel sein. Auch, wenn mancher mittlerweile davon ausgeht, dass die Mittags-Zeit in ihrer herkömmlichen Form abgeschafft ist, so würde ich mir das Kunden-Segment genauer ansehen.
Denn nach wie vor reklamieren Privat-Haushalte die klassischen Zeiten für sich. Dazu zählt übrigens auch die „Nachrichten-Zeit“ abends um 8: Ab hier, so hat es sich für viele eingependelt, gehört die Zeit der Familie oder eben einem selbst.

Ein Anruf mit Stil zeichnet sich hier durch Rücksichtnahme bezüglich der Uhrzeit aus.
Sie finden das ist von gestern? Glauben Sie mir, auch, wenn es selten offen angesprochen wird – die Wirkung ist da.

Akquirieren Sie ohne Wertschätzung?

Klar, man sagt es dem Chef. Man versucht irgendwie, den „Wächter am Eingang des Tempels“ nicht vorab zu informieren. Hier spreche ich jetzt von der Sekretärin, dem Praktikanten oder der Frau. (Oder so)
Aber bedeutet das, dass man diese Leute annuschelt, überfährt und im hastigen Befehlston anweist? Wohl kaum. Auch der schmale Grat zwischen Selbstbewusstsein und Unverschämtheit scheint nicht leicht darstellbar zu sein…

Wenn allerdings schon der Erstkontakt zum potentiellen Kunden mit einem Entwertungserlebnis für dessen Umfeld beginnt, wie soll er dann die Seriosität des Anbieters sehen? Oder wie soll er überhaupt Vertrauen zu ihm fassen?

Akquirieren Sie mit der falschen Sprechgeschwindigkeit?

In der Wirtschaft werden kurze Abläufe ja bevorzugt. Das spart Zeit, Geld und langweilt niemanden.
Menschen, die in „Menschen-Berufen“ arbeiten z.B. kommen mit diesem Tempo häufig nicht klar. Auch Menschen in Beratungs-Berufen, die ihre Gesprächspartner mit mehr Zeiteinsatz begleiten, fühlen sich hierdurch schnell unangenehm berührt. Das kann sogar so weit gehen, dass Misstrauen geschürt wird: „Die wollen mich wohl überrumpeln!“
Das Gefühl der Unterlegenheit kann das Bedürfnis nach Abwehr wecken.

Beim Aufbau von Vertrauen kann es sehr nützlich sein, diese Punkte immer wieder mal durchzugehen: Erfahrungsgemäß schleicht sich in der „Hitze des Gefechts“ die eine oder andere Verhaltensweise ein, die den verdienten Erfolg minimieren kann.
Und was den Vorsprung vor dem Mitbewerber angeht: Es sind Kleinigkeiten, die hier aufgeführt sind. Aber es sind die Kleinigkeiten, die den wesentlichen Unterschied ausmachen können.

PS: Übrigens übersetzt die Plattform Thesaurus das Wort “Akquirieren” auch mit “jemanden aktivieren”

Kontakt:
Fon: 0711/ 54 09 64 97
Mobil: 0175/ 22 45 146
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