Der Austauschbarkeit entkommen

Das Ergebnis einer Begegnung wird auch von Umgangsformen bestimmt.

Im letzten Artikel ging es um die Konkurrenz, die der Mensch durch perfekte Roboter bekommt.

Nicht nur Zahlenversteher, sondern auch soziale Akteure sollen sie sein, die neuen „Servicekräfte“ mit den perfekten Umgangsformen. Und Banking und Steuererklärung sollen sie auch können…. Eine Versuchung, denke ich an manchen chronisch lustlosen und arroganten Service.
Besser eine nette Maschine als einen fiesen Menschen?

Austauschbarkeit contra Verletzlichkeit

Wer sich nicht der Gefahr der Austauschbarkeit aussetzen will, sollte das haben, was ein Roboter nicht hat, und das ist das Risiko der Verletzlichkeit. Berührbar zu sein, die Ungewissheit ertragen zu können, dass nicht alles glatt läuft und trotzdem eine Beziehung zu gestalten – das kann keine Maschine. Es ist diese  Fähigkeit, die uns Erhabenheit verleiht. Es ist ein erfolgskritischer Punkt in unserem Leben – beruflich und privat. Lebenswichtig sind deshalb Umgangsformen, die mich als Gestalter erfolgreich sein lassen. Umgangsformen, die nicht – wie beim Roboter – eingespeist sind, sondern solche, die einer freien Geisteshaltung entspringen.

Ein entscheidendes Tool hierfür ist unsere Vorstellungskraft. Unsere Fähigkeit, eine Vision zu entwickeln, wer wir sein wollen. Hier möchte ich gerne einen Mann zitieren, der als Geiselverhandler tätig war. Sein Beruf war, Situationen mit einem hohen Zerstörungspotential für Menschen zu einer Befreiung zu führen. George Kohlrieser schreibt in seinem Buch:

Die „selbsterfüllende Prophetie“ und das Auge des Geistes

Eine selbsterfüllende Prophetie ist das Ergebnis eines Selbstgespräches – in positivem oder negativem Sinn. Beides, der Erfolg als auch der Misserfolg beginnen in unserem Kopf. Unsere innere Welt ist dabei in der Lage, unseren Lebensrythmus zu torpedieren  oder uns einen Vorteil zu verschaffen. Wir alle verfügen über die Fähigkeit, eine Auf- oder auch Abwärtsspirale zu erzeugen  – einzig und allein durch die Wahl unseres Fokus.  Viele Menschen sind sich indes nicht klar, dass sie eine Wahl haben und werden so zu Geiseln ihrer Emotion. (Frei übersetzt) „Hostage at the table“/George Kohlrieser, erhältlich über amazon.

Der Unterschied zwischen Klasse und Mittelmaß

Wer die Umgangsformen beherrscht, kann dauerhafte Erfolge gestalten Es ist der Unterschied zwischen Klasse und Mittelmaß, der andere Menschen anspricht, sie dazu bewegt, offen zu sein und mich die Rolle des Gestalters einnehmen zu lassen.  Mit  Kenntnis der Business Etikette wird es einfacher, auch harte Gesprächs-Situationen zu meistern und das Spiel lange durchzuhalten. Die Austauschbarkeit, der Feind jeder prickelnden Begegnung, kommt hier nicht zum Zug.

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