Die Stilfrage – so beeinflussen Sie durch Ihre Präsenz Ihr Umfeld

3 Punkte, an denen eine „kleine“ Stilfrage Ihr Image nachhaltig beeinflusst
Die Stilfrage - von diesen Fähigkeiten profitiert Ihr Image. Die Stilfrage entscheidet über ein gutes Image - über eine lange Zeit hinweg.

Es sind scheinbar unbedeutende Details, die das Große und Ganze entscheiden. Oft sind diese feinen Unterschiede selbst noch nicht einmal klar messbar, sie unterliegen der Deutungshoheit der Beobachter. Ihre Auswirkung allerdings lässt sich irgendwann klar bilanzieren.

  1. Die Art, wie das Netzwerk aufgebaut wird – weitaus mehr als eine Stilfrage?

Geht es um Erfolgsgeschichten, steht oft ein begnadeter Netzwerker im Zentrum. Der Bogen spannt sich von wertschätzenden Grußkarten, die selbstverständlich von Hand geschrieben wurden, bis hin zu dem Gefallen, den man jemandem tut.

Und genau hier findet er statt, der berühmte „kleine Unterschied“:
Natürlich ist das Vorgehen „Zug um Zug“ vernünftig.
Wer andere mit Freundlichkeiten überhäuft, ohne je darauf zu warten, dass auch irgendwann mal etwas zurück kommt, nimmt dem Gegenüber die Freiheit oder hat einfach keine Selbstachtung.

Auch wird dieses Vorgehen nicht nur als Stilfrage, sondern auch als Wertfrage behandelt:
Berühmt ist hier das Beispiel des ehemaligen Präsidenten Carter, der seinen Wahlkampf stark auf absolute Neutralität abgestimmt hatte. „Er schulde niemandem einen Gefallen“ – so die stolze Prämisse. „Wie schade, denn dann schuldet auch niemand ihm einen Gefallen“ lautete der lakonische Kommentar eines Insiders.

Die berühmte „Win-win“ – Beziehung lebt von vielen Faktoren, eine bestimmte Menge an „Sauerstoff“ ist dabei ein „Must“. Der Aufbau eines Punktekontos mit dem Ziel, den Gesprächspartner irgendwann unter Druck setzen zu können, ist kein wertschätzendes Handeln. Ihm wohnt – eher im Gegenteil – der Aspekt einer persönlichen Bedürftigkeit inne.

Ein weiterer Aspekt ist sicherlich auch der Zeitgeist, der deutlichen Einfluss auf die Kommunikation hat. Die Stilfrage erfährt hier eine Erweiterung: Nicht nur der Ton, sondern auch die Ebene spielt eine Rolle: Herrschte im vergangenen Jahrtausend die Ansprache vor (X spricht ZU Y) pendelt sich aktuell eher eine Kommunikation ein, die über die Hierarchie – Ebenen hinweg den Charakter eines Austausches hat. Der große Unterschied zu früher besteht darin, dass jetzt eher zwei Gestalter miteinander reden und nicht mehr nur ein Sender und ein Anweisungsempfänger.

  1. Die Bewältigung demütigender Erfahrungen

Haben Sie schon einmal die inoffizielle Bezeichnung für google-Rezensionen gehört?
Sie lautet „die Rache des kleinen Mannes“.
Das ist natürlich eine totale Übertreibung, denn schließlich profitieren wir alle gerne von den Erfahrungen der anderen.

Hieß es früher „Rache schmeckt kalt am besten“ könnte es heute heißen „Rache schmeckt öffentlich am besten“. In den meisten Fällen handelt es sich  um eine anonyme Persona, die das Bild in der öffentlichen Wahrnehmung prägt. Das muss dem von Rachegelüsten beseelten einen ziemlichen Kick geben: Schließlich existierte diese Möglichkeit früher nur für Amtsinhaber staatlicher Seite, den Klerus – und graue Eminenzen.

Die Stilfrage dreht sich um die Kultur, die sich bei diesem Vorgehen breit macht:
Erfahrungsgemäß driftet so eine Entwicklung leicht in die Kultur der Bloßstellung ab. Zu dieser hat unsere gegenwärtige Gesellschaft eine deutliche Nähe – dies zeigt manche  Darstellung in den sozialen Medien. Auch, wenn es große Vorteile in sich birgt, die Fakten offen zu legen: Manchmal entsteht für viele Menschen langfristig mehr Schaden als bei einer diskreten Regelung.

Ein Handeln aus unausgereiften Motiven – und dazu zählt die simple Druckerleichterung, die in plumpe Rache mündet – hat einen Rückschlageffekt: Sie macht im Laufe der Zeit aus einem Menschen mit innerer Größe ein Abziehbild seiner selbst. Eine Persönlichkeit, die sich selbst gegenüber verantwortlich handelt und ihre innere Integrität bewahrt, entfaltet dagegen ein faszinierendes Flair.  Und was wäre so eine Situation ohne das passende Zitat?

Bitter oder besser

So lautet die schmissige Parole für die Herausforderung….

  1. Eine Stilfrage: Die Kunst der Kommunikation

Zu der Kunst der Gesprächsführung zählt die Fähigkeit, über ernste Dinge auch mit einer gewissen Leichtigkeit und über die leichten Dinge mit angemessenen Ernstreden zu können. Aber ist das nicht gerade in so einer Zeit wie jetzt schwer?

Extreme Zeiten, die nach klaren Antworten verlangen, bringen immer auch eine Sehnsucht nach warmherzigem Humor mit sich. Wer es versteht, belastende Inhalte so zu besprechen, dass die Information von der emotionalen Auswirkung isoliert wird, kann die Leichtigkeit in der Atmosphäre erhalten.

Für die meisten Menschen ist dies eine Frage der Übung und der emotionalen Ausgeglichenheit: Erfahrungsgemäß fällt es denen, die für „Klartext“ bekannt sind, schwerer als den Menschen, die immer „einen flotten Spruch auf den Lippen haben“.

Es ist eine klassische Small Talk – Fähigkeit, die zum Repertoire jedes Bonvivant zählt: Des Menschen, der auf jeder Party gern gesehener Gast ist. Kein Wunder: Wer diese Fähigkeit beherrscht, beherrscht den Stimmungspegel.

Mit jeder Rolle, die wir innehaben, wird ein anderes Set an Fähigkeiten erwartet.
Natürlich unterliegt diese Erwartung immer auch dem Einfluss des Zeitgeistes.
Wer es versteht, so aufzutreten, dass die Menschen innerlich an sich „ranlassen können“, was vermittelt wird, gewinnt Menschen und realisiert seine Ziele auch langfristig. In einem Wort zusammengefasst heißt das Geheimnis

„Rede, um verstanden und nicht um gehört zu werden.“

Kontakt: 
Patrizia Becker
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