Erfolgreiche Gespräche – entkommen Sie der “Wahrheitsfalle”

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Erfolgreiche Gespräche: Ein Quickcheck

Erfolgreiche Gespräche kann nur führen wer weiß: Wahrheit kann töten. Zum Beispiel die Offenheit. Offenheit  ist ein zartes Pflänzchen zwischen zwei  Menschen, das  leicht zertreten wird. „Wodurch?“ fragen Sie sich jetzt vielleicht.
Denn immerhin stellt die Wahrheit ja einen hohen Wert dar, ist Basis der „guten kaufmännischen Gepflogenheiten“ – und zählt somit zu den erfolgskritischen Umgangsformen unserer Wirtschaft und Gesellschaft.

Der Umgang mit Kritik ist eine Schlüsselfrage beim Thema “Erfolgreiche Gespräche”

Der Umgang mit Wahrheit ist eine Kunst. Wir haben diese Kunst reduziert auf „Sagen“.
Umgangsform light sozusagen. Und wundern uns dann oft, dass es mit dem Mitarbeiter oder Kollegen nicht mehr so recht klappen will.  Wenn Sie im Umgang mit der Wahrheit Ihre Beziehungen und Ziele nicht torpedieren wollen, helfen Ihnen vielleicht diese Tipps:

1. Timing
Nach einer Stunde im Stau, einem Tag voller Meetings und einem geplatzten Auftrag ist vielleicht nicht der beste Moment, um brisante Wahrheiten anzusprechen. Eigentlich wissen wir das, aber manchmal „passiert“ es halt. „EILIG?“ heißt das Zauberwort für die richtige Umgangsform.
Wenn es nicht eilig ist, sollte man einen günstigen Moment für ein Gespräch mit hohem Verletzungspotential abwarten.

2. Motiv
„Wozu?“ lautet die beliebte Frage, die man sich ja bekanntlich immer wieder stellen soll, um auf des Pudels Kern zu kommen. „Wozu will ich dem anderen die Wahrheit sagen?“ ist eine Frage, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden kann. Wir haben eine gute Sensorik für die Motivation des anderen. Und wenn ich mein Gegenüber als „Überlaufventil“ für meinen inneren Druck missbrauche, also einfach ablade, dann ist diese Umgangsform eben von Missbrauch geprägt. Das erzeugt immer Ressentiments oder Bedrücktheit – und ist meistens auch ohne nachhaltiges Ergebnis.

3. Investition
„Wertig?“ Jede Botschaft lebt ja bekanntlich nicht nur vom Inhalt, sondern auch von der Art und Weise, wie sie dargebracht wird. Wieviel Mühe bin ich bereit, in meinen Gesprächspartner zu investieren? Die Wortwahl, das abwartende und respektvolle Schweigen, welches auf eine Reaktion des Gegenübers achtet…. Diese Dinge signalisieren, dass hier eine wohldurchdachte Mischung aus innerer Geradheit und Respekt ist.  So lassen sich auch sehr schwierige Gespräche zu einer bereichernden Situation für beide Seiten gestalten. Zu einer Grundlage, die Vertrauen baut, anstatt es zu zerstören.

„Eilig, wozu und Wertig?“, die drei Fragen, die erfolgreiche Gespräche auch in der “Hitze des Gefechts noch garantieren”  

Immer wieder zwischendurch reflektiere ich mein Vorgehen in Gesprächen. Durch die Beachtung dieser Fragen haben sich meine Beziehungen viel besser entwickelt.
Die Einbeziehung dieser Filter setzt Motivation frei, schafft eine belastbare Grundlage in Beziehungen und stärkt das Image nachhaltig.
„Schwierige Gespräche“ können zu einem Ausdruck von Wertschätzung und eine Basis für gefestigte Beziehungen werden – wenn die Umgangsformen stimmen.

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