Identitätsdiebstahl – so schützen Sie Ihren wertvollen Namen

Der Identitätsdiebstahl lässt sich durch eine gute Vorbeugung verhindern oder deutlich erschweren. Der Identitätsdiebstahl lässt sich an vielen Stellen verhindern.

Identitätsdiebstahl rangiert unter den alltäglichen Delikten weit oben in der Rangliste.

Ob es um eine „unauthorisierte“ Bestellung bei einem Versandhaus, um den Missbrauch von Kreditkarten oder um gefälschte Bewertungen geht: Der Identitätsdiebstahl stellt mittlerweile eine attraktive Möglichkeit dar, bei jemandem „einzubrechen“ – ohne das Haus verlassen zu müssen.

Hier möchte ich Ihnen einige Tipps geben, wie Sie Ihren wertvollen Namen vor Identitätsdiebstahl schützen können.

  1. Hinterlegen Sie Passwörter

    Die Mail-Adresse und die Telefon-Nummer heraus zu bekommen ist nun wirklich in den meisten Fällen keine große Kunst. Die Post-Adresse? Adressaufkleber, unsichere Seiten im Internet, das Telefonbuch, mangelnde Absicherung der Daten bei Anbietern von Services…
    All diese Quellen ergeben schnell ein schlüssiges Bild, welches für kriminelle Intelligenz eine ungute Anziehungskraft ausübt.. (Ganz zu schweigen von dem Adresshandel, der nur so floriert…..)
    Egal, ob es sich um Ihren Lieblings-Versandhandel oder Ihren Telefon-Provider handelt:
    Mit dem Hinterlegen von Passwörtern sind Sie auf der sicheren Seite.

  2. Aktivieren Sie ein Authentifizierungs-Verfahren

    Eine Authentifizierungs-App erhalten Sie kostenlos in jedem Appstore. Diese hilft Ihnen, Ihre Konten auf Ihren persönlichen Zugriff zu begrenzen. Alternativ können Sie sich auch einen Code per SMS senden lassen, um mit einem zusätzlichen Schritt eine Sicherheitssperre einzurichten.

    Besonders dort, wo eine Kreditkarte hinterlegt oder das Konto mit Geld aufgeladen ist
    (apple pay, google pay, amazon) empfiehlt sich die Absicherung auf dem Level eines Bankkontos.
    Dies bedeutet, dass drei Schritte erfolgen, bis das Konto zugänglich ist.

  3. Sichern Sie Ihr Email-Postfach gut ab

    „Was ich nicht weiß macht mich nicht heiß“ lautet ein Sprichwort. Und genau nach diesem Motto scheinen auch viele Inhaber eines Email-Accounts zu verfahren.
    Es ist ja schön, dass die Mail-Adresse kostenlos erhältlich ist. Stellen Sie am besten sicher, dass Ihre Daten auch wirklich geschützt sind: Jeder, der mit IT–Sicherheit  zu tun hat, wird Ihnen bestätigen, dass IT-Sicherheit ein richtig teures Thema ist.

    Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, dann nehmen Sie doch lieber etwas Geld in die Hand, um eine Version mit höherer Sicherheitsstufe Ihres Anbieters zu erwerben. Ändern Sie auch gelegentlich das Passwort. Bei Identitätsdiebstahl erfordert das Vorbeugen nur einen Bruchteil der Mühe und Zeit: Die Nacharbeit ist sehr viel aufwändiger.

  4. Das WLAN
    Nicht nur die teilweise irren Namen machen ein WLAN so richtig interessant.
    Auch die Sicherheitslücken können sehr, sehr attraktiv für manche Menschen sein.

    Wenn Sie außerhäusliches WLAN nutzen, empfehle ich Ihnen, bestimmte Seiten nicht zu nutzen – oder eben hier lieber auf Ihr eigenes Netz zurück zu greifen. Bankgeschäfte, Anbieter, bei denen Sie Ihre Kreditkartendaten und Ihre Adressdaten dazu gespeichert haben – all diese sensiblen Daten empfehle ich Ihnen, dort tunlichst zu meiden.

  5. Loggen Sie sich aus

    I
    m Hotel, in gemieteten Wohnungen usw…
    Wenn Sie sich mit Ihren Daten einloggen und auf Ihre Streamingdienste zugreifen, dann achten Sie gut darauf, sich beim Gehen auszuloggen. Tun Sie das nicht, haben Ihre Nachfolger mindestens Zugriff auf Bestell-Möglichkeiten.

  6. Nutzen Sie einen Sicherheits-Dienst gegen Identitätsdiebstahl

    Die Schufa bietet Ihnen einen Dienst, der Sie bei Anmeldung unter Ihren Daten informiert.
    Dieser Dienst ist gegen einen relativ geringen Preis buchbar und schützt Ihren guten Namen vor dem Identitätsdiebstahl.
    (Auch die unauthorisierte Verwendung im Darknet soll hier schon enttarnt worden sein…)

  7. Tragen Sie einen RFID-Schutz im Portemonnaie oder Ihrer Brieftasche

    Dieser Schutz im Kartenformat schützt Ihre sensiblen Daten vor dem Auslesen durch entsprechende Technik. Unter dem Namen „RFID-Blocker“ finden Sie hierzu Angebote.

  8. Überwachungs-Technik wie z.B. Tastatur-Abhör-Programme

    Wer mag schon diese Kabel, die sich einfach immer nur verheddern und nerven?
    Unsere Ausrichtung auf Bequemlichkeit und auf ein haptisch angenehmes Erleben führen definitiv eher zu den ergonomisch geformten Mäusen. Auch die Keyboards sind eine Sache des persönlichen Empfindens.

    Allerdings sollten wir im Hinterkopf behalten, dass immer wieder über Sicherheitslücken berichtet wird: Die Übertragung der Daten von der Tastatur sowie der Maus-Bewegungen ist nur dann dauerhaft richtig sicher, wenn das Ganze über Kabel und eine VPN-Verbindung läuft.

    Auch über das ausgeschaltete Handy ist es möglich, mitzuhören.
    Dies ist seit langer Zeit bereits so – nur haben wir hier an vielen Stellen die Sensibilität für unsere Angreifbarkeit verloren. Wenn Sie also sehr sensible Daten schützen wollen, überlegen Sie sich gut, wie Sie die übertragen.

  9. Ego-Surfing

    Um einem möglichen Identitätsdiebstahl auf die Schliche zu kommen, empfehle ich Ihnen, gelegentlich Ihren eigenen Namen zu googeln. Tauchen Bilder auf, die definitiv nicht von Ihnen frei gegeben wurden? Das können Sie mithilfe eines Suchprogrammes feststellen.
    Tiny Eye ist ein Programm, mithilfe dessen Sie hier gezielt auf die Suche gehen können.


Je nach Art des Übergriffs haben Sie die Möglichkeit, die betreffende Plattform anzuschreiben. Sie sollten sich bei einem Delikt auch an die Polizei wenden. Und sollte die Nennung Ihres Namens Ihrer Reputation entsprechenden Schaden zufügen, hilft Ihnen gerne ein Unternehmen, welches die Einträge im Netz entfernt. Dies kann allerdings recht kostspielig werden.

Identitätsdiebstahl ist kein neues Thema. Durch die enorme Geschwindigkeit der digitalen Welt entwickelt er sich allerdings zu einer alltäglichen Form der Kriminalität.

Ihr guter Name ist es wert, dass Sie ihn schützen. Ich hoffe, diese Tipps helfen Ihnen dabei.

Kontakt
Patrizia Becker
Mobil 0175 22 45 146
Mail Info@erfolgmitstil.de


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