Jeans im Business

Eine Frage der Haltung
Jeans im Business - eine Frage der Haltung? Jeans im Business - das ist für viele immer noch eine Frage der Haltung.

Jeans im Business galten aus Sicht der Anzugträger als klassische „Casual-Friday“ – Kluft.
Und in einigen Branchen wurden sie zur hippen Uniform.

Jeans im Business – auch Post – Corona eine Frage der Haltung

Jetzt allerdings, nach einem Jahr Home-Office, dürften Jeans im Business sich für viele fast anfühlen wie ein Schritt in Richtung Selbstdisziplin: Die „Schlafanzug-Fraktion“, wie man die Home-Office-Angestellten auch nennt, genießt das Privileg großer stilistischer Freiheit.
(Zumindest, was die Wahl der Hose angeht…)

Wenn der Lockdown zu Ende geht, wird nicht nur die Business – Kluft wieder ausgepackt:
Auch die Beurteilung einer Persönlichkeit anhand von Äußerlichkeiten ist wieder in vollem Maße da. So sind wir nun einmal, wir Menschen: Wir schließen von Äußerlichkeiten auf innere Haltungen:
Folgerichtig verkörpert die Jeans im Business für die einen Coolness, für die anderen eine gefährlich saloppe Einstellung.

„Man kann sich nicht anziehen ohne gleichzeitig seinen innersten Gedanken und Ideen Ausdruck zu verleihen.“

Um die Haltung zu verstehen, die an manchen Stellen den Jeans im Business (und in der Gesellschaft) gegenüber da ist, ist ein Abstecher in die Geschichte sinnvoll.

Jeans im Business? Am Anfang war der Arbeiter….

Im Gegensatz zu heute galten früher weder Denim – der Stoff, aus dem die Jeans gefertigt sind – noch Löcher in der Hose als chic. En vogue war das feine Tuch aus edler, fein verzwirnter Wolle.
Und noch einen Unterschied gab es: Je höher der gesellschaftliche Status war, um so „bedeckter“ gab sich ein Mensch. Lange Kleider und Hosen trugen nur diejenigen, die tagsüber keine schwere Arbeit zu verrichten hatten.

Jeans im Business nahmen ihren Anfang zu Zeiten des kalifornischen Goldrausches.
Die Reichsten waren es nicht, die damals anfingen, nach Gold zu graben. Funktionskleidung bestimmte ihr Äußeres – und die musste lange halten.

Ob die Geschichte von der wütenden Ehefrau im Geschäft von Levi Strauss stimmt, ist unbekannt. Aber unterhaltsam ist sie in jedem Fall: Die erboste Dame soll sich über die geringe Haltbarkeit der Beinkleider beschwert haben. Und da Levi Strauss ein äußerst umtriebiger Geschäftsmann war, arbeitete er sofort an einer Lösung: Nieten statt Garn. Das musste halten. So entstand ganz nebenbei das UPS der patentierten Weltmarke: Getackert statt genäht. Nicht nur haltbar, sondern auch aufregend stylish war er, der Fetisch der ewig Suchenden. Ab 1853 ereignete sich all das damals, in San Franzisco. Bis heute sind die Marke Levis des Levi Strauss und seines Partners Jacob Davis unter „Coolness“ und der Patent-Nr. US139.121.

..und dann kam die Coolness…

Stars wie James Dean und Marilyn Monroe verliehen der Jeans die Aura des Glamour und der Lässigkeit. Jeans im Business bedeutete für Sie, damit in Filmszenen aufzutauchen und zu beeindrucken. Auch, wenn die sinnliche Monroe uns vielleicht eher mit einer anderen Szene vor Augen auftaucht als in Jeans, so ist James Dean als einsamer Anti – Held in Jeans und T-Shirt verewigt.

Ein neues Weltbild – Jeans im Business veränderten das Weltbild …

Über die späten 60-er ist bereits viel geschrieben worden. Hier ist vielleicht besonders interessant, dass viele der Hippies die Großeltern der heutigen Nachhaltigkeitsbewegung sind: Sie bekamen ihre Klamotten nicht aus Boutiquen, sondern gingen zum „Einkaufen“ in Läden der Heilsarmee. Dort stellten sie den Stil zusammen, der auch heute noch für Aufmerksamkeit sorgt. (Teppiche und Decken als Ponchos – und es sah irgendwie gut aus! Unvergessen auch das Holzfällerhemd mit den großen Karos.) Selbstverständlich durften die obligatorischen Jeans nicht fehlen – schließlich ging es hier ja auch um die Identifikation mit der Arbeiterklasse.

… und endeten in Geltungskonsum

Die 70-er Jahre wurden durch einen nie vorher dagewesenen Stil gekennzeichnet. Der Glam – Rock drückte sich in Gruppen wie Roxy Music oder Ziggy Stardust alias David Bowie aus.
Atherisch wirkten sie, die Protagonisten dieses Stils – entsprechend auch die Mode:
Eng anliegende Schnitte um die Hüfte und ein extrem weiter Hosenschlag kennzeichneten die frühen Jahre.

Bell Bottoms nannte sich der Schnitt, der aussah, als könnte man unmöglich damit laufen.
Wem das noch nicht genug war, der trug auch noch kleine Glöckchen daran, die bei jedem Schritt ihre eigene Melodie vortrugen. Dieses Maß an Verrücktheit wäre bei Jeans im Business natürlich niemals denkbar – es sei denn, Sie sind Model, Boutique – Verkäufer oder im Showbiz.

Die 80-er? Als das Anziehen schwierig wurde…

Wer in den 80-ern auf sich hielt, trug eine hautenge Jeans. Genau genommen war sie enger als hauteng. Anleitungen zum Anziehen füllten die Gazetten. Sie beinhalteten mehr oder weniger immer die gleiche Prozedur: Mit oder ohne Atemtechnik auf dem Boden oder dem Bett liegend sollte es gelingen, in die zweite Haut hineinzukommen. (Verwundert es da, dass der „Heroin-Chic“ in den frühen 90-ern als konequente Folge dieses Stils eintrat?

Die Arrivierten und die ewig Suchenden….

Jeans im Business und in der Gesellschaft werden noch längst nicht an allen Stellen gerne gesehen.
Legendär dürfte hier das Verständnis der Briten sein:

„The Lady is welcome, but not her Jeans“

Vielleicht könnte man sich diese Aussage nur sehr schwer in einem deutschen Restaurant vorstellen – in einem englischen jedoch kann sie durchaus noch zu hören sein. Dort nämlich herrscht an mancher Stelle noch der Eindruck vor, dass Jeans eine unangemessene Einstellung widerspiegeln, eine Nähe zur verkehrten Klientel. Und so gibt es dort das eine oder andere Restaurant, welches dieser Unangemessenheit den Zutritt verwehrt.

Auch, wenn es nach aussenhin nicht sonderlich stark in Erscheinung treten mag: Das Selbstverständnis der britischen Oberschicht schließt eine Identifikation mit der Arbeiterklasse und mit linken Revoluzzern nun mal aus. Und da diese sich nach dem dortigen Verständnis schon in den Vornamen ausdrücken, trägt ein „Charles“ nun mal nicht die gleiche Klamotte wie „Fred“.

So ist aus einer reinen Funktionskleidung, die einfach nur „unkaputtbar“ sein sollte, ein textiles Symbol geworden. Auch, wenn es widersprüchlich klingt: Jeans vermitteln ebenso wie eine bestimmte Designer – Handtasche den Ausdruck einer inneren Haltung. Ebenso vermitteln sie die Zughörigkeit zu einer bestimmten Gesellschaftsgruppe.

Jeans im Business – Symbol für Individualismus, Innovation und Dynamik

Es ist kein Zufall, dass bestimmte Branchen für Jeans im Business prädestiniert sind.
Agenturen im Bereich der Werbung, des Designs und der Events stehen per se für Trend.
Nahe am Puls der Zeit zu sein stellt die Lebenslinie dieser Branchen dar. Die Fähigkeit, Avantgardisten und trend – orientierte Lifestyle – Konsumenten faszinieren zu können positioniert diese Unternehmen als „Zielgruppen – Besitzer“. Und das wird nun mal in Jeans besser zum Ausdruck gebracht als in grauen Anzügen.

Das „Wie“ entscheidet

Es gibt viele verschiedene Arten, eine Jeans zu tragen.
Die Farbe, der Schnitt, die Marke, die Qualität des Materials und die Passform lassen ein Gesamtbild entstehen.

Können Sie sich noch an die „Zero-Size“ – Jeans erinnern, die maßgeblich durch Victoria Beckham en vogue wurde? Für das Marketing der Protagonistin war das ein genialer Schachzug. Für viele andere? Wohl eher nicht….

Damit wären wir auch schon mitten im Thema. Diese Jeans haben eines zutage gefördert: Viele Menschen haben kein realistisches Selbstbild. „Diese Person hat weder einen Spiegel noch einen Freund“ umschreiben Amerikaner diese modische Entgleisung.

Es macht wenig Sinn, eine Jeans zu tragen, die zwar „in“ ist, aber nur einem homöopathischen Teil der Menschheit auch passt. Meine Erfahrung ist, dass oft eine bestimmte Marke einen vorteilhaften Schnitt hat. Selbst, wenn Sie nicht den heißesten Trend umsetzen: Es ist besser, gut rüberzukommen, als trendy. Viele Anbieter bieten mittlerweile eine Typ – Beratung auf der Seite an. Hier zu schauen, kostet nur wenige Minuten und kann vor falschen Entscheidungen schützen.

Die meisten Jeans leiern im Laufe der Zeit aus. Die Passform leidet deutlich – und mit ihr der gute Eindruck.

Die Farbe

Dunkelblau wirkt edler als hellblau – dies gilt besonders für Jeans im Business.
Welche Wirkung wollen Sie erzielen? Eine mittel- oder hellblaue Tönung wirkt fröhlich, besonders, wenn sie mit leuchtenden Farben kombiniert wirkt.

Andere Farben wie Grau oder Beige erzeugen eine natürliche Wirkung. Rot kann aufregend und ausgefallen wirken, Weiß steht für eine edle sommerliche Frische.

Individueller Stil und optimale Passform

Übrigens gibt es das ehemals unverwüstliche Beinkleid mittlerweile auch als Maßanfertigung. Hier haben Sie auf Wunsch beides: Sie können Trends typgerecht und auf Ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten einfließen lassen. Sie haben die Auswahl unter einer Reihe von Denim -Stoffen und Schnitten. Meiner Erfahrung nach unterscheidet sich die Qualität des Denims deutlich von den meisten Angeboten im Handel.

Eine Frage der Kombination

Ob Jeans im Business Sie gut rüberkommen lassen, ist auch eine Frage der Kombination.
Formell kombiniert mit einem Jackett und Hemd (Blazer und Bluse) sowie hochwertigen Accessoires wirken sie professionell.

Die Kombination mit einem T-Shirt wirkt sehr lässig und vermittelt dem Gegenüber den Eindruck, dass „man“ hier doch eher „vollkommen entspannt unterwegs ist“. Wenn dieser Eindruck gewünscht ist – wunderbar!

Ich empfehle diese Kombination allerdings nicht sehr häufig. Vor allem empfehle ich sie dann nicht, wenn es darum geht, den Eindruck von Korrektheit und disziplinierter Arbeit zu vermitteln. Anders ausgedrückt: Wenn Sie Kunden gewinnen wollen, die Angst um ihr Geld und ihre Geheimnisse haben, machen Sie es sich lieber nicht zu bequem. Besonders ältere Kunden fühlen sich sicherer, wenn im Stil ein formeller Ansatz zu erkennen ist. Sollten Sie also Jeans im Business tragen, kombinieren Sie sie passend zum Anlass.

Tom Ford über Stil

„Stil hat für mich nichts mit Mode zu tun. Stil… Das bedeutet, den Mut zum eigenen Charakter zu haben und sich zur eigenen Persönlichkeit zu bekennen.“

Fazit

Jeans im Business zu tragen ist eine Kunst. Die Wahl der richtigen Farbe, des vorteilhaften Schnittes und letztlich auch die der Farbe erfordern Stilgefühl.
Nicht überall sind Jeans im Business gleich gern gesehen. Sie vermitteln eine innere Haltung der Individualität und der Innovation, der Dynamik. Es kann sich also auszahlen, die Jeans einmal stilistisch neu zu betrachten: Oft ist es die Kombination mit anderen Kleidungsstücken, die zu einem stimmigen Gesamtbild führt. Dieser stimmige Gesamteindruck entsteht dann, wenn Sie sich mit sich selbst wohl fühlen.

Man mag es kaum glauben, aber die Antihaltung der späten 60-er gibt es mittlerweile auch in maßgeschneiderter Version. Der hochwertige Denim wird mit einer Auswahl an individuellen Extras angeboten.

Kontakt:
Patrizia Becker
Mail: info@erfolgmitstil.de
Fon:  0175-2245146

Related Post