Vermeiden Sie die Fremdbestimmung Ihrer Persönlichkeit?

Persönlichkeit So vermeiden Sie als Persönlichkeit Fremdbestimmtheit

Haben Sie eine Katze? Oder einen Hund? Oder Freunde mit Vierbeinern?
Dann ist Ihnen folgendes Szenario wahrscheinlich vertraut: Zuerst heißt es „Egal, wie süß er guckt: Nicht ins Schlafzimmer“. Ok. Also nicht. Dann: „Mmh…. Naja gut ok, aber nicht ins Bett.“. Logo. Aber süß ist er halt schon, wie er da so sitzt und nur wartet…

Wie es kommt, dass der Vierbeiner kurze Zeit später dann doch im Bett landen konnte (aber nur am Fußende) weiß in der Regel niemand mehr so genau. Irgendwann war er halt da.
Also, um genau zu sein ist es jetzt jedenfalls so, dass man die Augen aufmacht und zuerst dem Vieh in die Augen guckt …. Nicht, dass man das Fellknäuel nicht mögen würde, aber es ist da, wo es nie sein sollte: Nämlich „dazwischen“. Und von dieser Position aus gestaltet er jetzt zumindest die ersten Minuten des Tages.

Die Eigendynamik, die den Vierbeiner vom treu-blickend Wartenden zum Inhaber der Gestaltungshoheit macht folgt eigenen Gesetzen. Ihr Geltungsbereich: Überall, wo Menschen innerlich berührt werden…

Gestaltungshoheit – ein „Nacht-und-Nebel-Dings“?

Jede Gestaltungshoheit hat ihre eigene Chronik. Entweder folgt sie den Gesetzen einer aktiven Führung – oder denen einer passiven „Landeinnahme“. Letzteres geschieht besonders dann unmerklich,  wenn zwei Dinge zusammenkommen: Gewöhnung und eine Vermeidung der Konfrontation mit sich selbst. Das Status-Spiel vollzieht sich innerlich. Seine Kraft liegt in einer Entscheidung.

Ein Hoch-Status weicht nicht aus…

Haben Sie vielleicht jemanden in Ihrem Umfeld, bei dem man „wie auf rohen Eiern“ laufen muss? Eine Persönlichkeit, bei der man genau überlegt, was man sagt? Und im Zweifelsfall lieber schweigt?  Wenn Ihre Antwort jetzt „Ja“ lautet wissen Sie auch: So eine Person kann eine ganz eigene Benimmkultur einführen.  Wie Sie das macht? Durch Ihre Gefühle…
„Ich präge Atmosphäre“ ist eine klassische Aussage so einer Persönlichkeit.
Die einseitige Betonung von Erfahrungswerten ist eine klassische Falle. Sie öffnet sich für den wenig Wachsamen.

Die Utopie des  „einen Mals“

Der Klassenkampf zwischen den Gefühlen und der inneren Wachheit ist unbequem:
Er fordert uns heraus, uns selbst zu begegnen. Wenn wir einen hohen  Standard oder Ziele erreichen wollen fordert er uns zu einer Festlegung heraus. Findet diese nicht statt, ist die Gefahr groß, in der Fremdbestimmung zu landen.
Sie haben das Bild mit dem Vierbeiner im Bett noch vor Augen? Im Zustand geistiger Abwesenheit findet die schleichende Übernahme statt – unmerklich bis behaglich…
Wozu ich mir heute eine zu große innere Nähe gestatte, das nimmt mich morgen ein.

Ihre innere Zugänglichkeit: Die Dynamik einer Vorentscheidung

„Flow“ entsteht, wenn ein Mensch oder eine Gruppe in einer Bewegung, im Fluss ist. Wenn das Weiche und Flexible in einem gesunden Verhältnis steht zum Unnachgiebigen, Entschiedenen.

Nicht nur die Festlegung hat den Charakter einer Vorentscheidung – unsere Gefühle stehen dem in nichts nach. Häufig unmerklich bringen Sie eine Entwicklung mit sich, bei der man sich irgendwann mit etwas konfrontiert sieht, was man eigentlich draußen halten wollte….

Akzentverschiebung in der Persönlichkeit

In den letzten Jahren hat sich in unserer westlichen Hemisphäre ein bedenklicher Trend entwickelt: Wir sind alle sehr, sehr nett. Zueinander.
Gefühle nehmen einen Status ein, wie ihn früher nur Herrscher kannten: Es ist verboten, sie in irgendeiner Form unangenehm zu berühren. Das wäre vielleicht ganz toll – würde nicht parallel zum harmonischen Miteinander eine bedenkliche Stimmung aufsteigen: Die der inneren Abgewandtheit. Die Vorform der inneren Härte sorgt nicht nur für Augenrollen und genervtes Geknurre: Sie beschert auch Blockaden in Kommunikation und Ablauf.
Wie verhindere ich, dass sich etwas „dazwischenschiebt“?

Tipps gegen schleichende Fremdbestimmung

  • Bleiben Sie „nah bei sich selbst“: Wenn sich Ihr inneres Bauchgefühl meldet, sollten Sie dem Aufmerksamkeit widmen.
  • Denkverbot = Gift für Ihre Persönlichkeit.
  • „Treff’n mer uns in dera Mitt’n“ haben die Schürzenjäger mal gesungen.
    Das ist 50 zu 50. Und nicht 75 zu 25. Konfrontieren Sie den schiefen Kompromiss direkt mit humorvoller Gelassenheit. Sonst verspreche ich Ihnen, dass Sie sich kurz später ziemlich ärgern. Über sich selbst.
  • Besitzstandsdenke fängt da an, wo jemand Sie konstant mit Launen beansprucht.
    Ist jemand mal in einer schwierigen Situation sollten Sie diesem Menschen natürlich Verständnis entgegenbringen.
    Hat aber jemand nicht „mal schlechte Laune“ sondern mal gute Laune ist es an Ihnen, die Bremse zu ziehen. Hier ist Klarheit dran. „Ihre konstante Übellaunigkeit belastet enorm. Bitte hören Sie auf, Ihr Problem zu meinem zu machen.“ (Bitte zuerst unter vier Augen.)
  • „Schwingungsfähigkeit“ nennt man das zerbrechliche Wir-Moment: Die Fähigkeit, an der Emotion der anderen positiv teilzuhaben ist ein gutes Zeichen. Behalten Sie diese Flexibilität im Auge.
  • „Die Freundschaft ist eine Kunst der Distanz, so wie Liebe eine Kunst der Nähe ist.“
    (Sigmund Graff)
    Distanz hält ein Spannungsfeld neutral aufrecht. Wenn Sie fokussiert sind und sich zielgerichtet bewegen bringen Sie Dynamik in Ihr Tun und Umfeld. So führt Ihre Freundlichkeit auch nicht dazu, dass andere Sie im Gespräch festhalten.
  • „Nicht jede Not ist ein Auftrag.“ Manchmal können andere besser helfen.
    Empfangen Sie leicht innere Beauftragungen zur Linderung von Not stecken Sie Ihr Feld am besten einmal klar ab.
  • Verzögerungen auf konstanter Basis beinhalten eine Botschaft.
    Nicht nur die passiv-aggressive Persönlichkeit, auch die höfliche nutzt den zeitlichen Verschiebebahnhof. Bevor der emotionale Verwaltungsaufwand zu hoch wird: Analysieren und handeln Sie!
  • Kürzen Sie ab: Wenn Sie wissen, dass hinter einer Frage eine „hidden agenda“, also ein versteckter Plan steht antworten Sie direkt auf die eigentliche Frage der berechnenden Persönlichkeit….
    „Wann nehmen Sie denn Ihren Urlaub?“
    „In genau dieser Woche, Frau Müller.“
  • Finger weg von Rache: Das teure Ping-Pong schafft Abwärts-Spiralen mit hohem Gestaltungspotential.
  • Chronisch Euphorische mit ihrer Quirligkeit bringen Sie am besten mit freundlichen Scherzen zurück in die Realität: „Unser Kunde lässt sich sicher gerne von Ihrer Heiterkeit anstecken – nur mit dem Zahlen wird’s dann bisschen schwierig.“ Wichtig ist hier, dass nicht so etwas wie Dauerdruck entsteht. Denn dieser zerstört. Liegt der Akzent auf Wertschätzung und emotionaler Wärme werden auch Hochsensible den Hinweis leicht umsetzen können.

Das Kreuz mit dem Referenzpunkt

Egal, ob eine Persönlichkeit stark oder schwach ist: Sie unterliegt dem Gesetz des Referenzpunktes. Nehmen wir an, es sei ein Gefühl: Ist ein bestimmtes Gefühl einmal ausgelebt und intensiv empfunden worden, wird es uns zum Referenzpunkt. Entweder wir wollen es zurück oder in jedem Fall vermeiden. „Jetzt hat sie die Gefühle in sich“ hat mal jemand dazu gesagt.

„Erfahrungen sind der „Loyalty-Driver“ (Loyalitäts-Beschaffer) lautet die Übersetzung in den Marketing-Sprech.
Erfahrungen in diesem Sinne gehen mit starken Gefühlen einher. Die innere Anbindung, die so geschaffen wird hat hohe gestalterische Kraft.

Verstehen Sie mich nicht falsch:
Gefühle sind wichtig. Sie auszuleben und zu genießen macht uns zu Menschen.
Einmalig werden wir durch sie. Einmalig werden die Momente, die wir miteinander teilen.
Gefühle sollten jedoch nicht so eine Gestaltungshoheit übernehmen, dass sie uns irgendwann in Fremdbestimmtheit führen.

Innere Unabhängigkeit erhalten wir durch Wachsamkeit, Balance und auch durch gesunde Festlegungen. Oh – und durch noch etwas: Uns selbst nicht allzu wichtig nehmen. Lassen Sie sich auch von Mike Fischer inspirieren, dem mit der Fahrschule?

Brauchen Sie es, gebraucht zu werden?

Der erfolgreiche Unternehmer lag zwei Wochen im Koma, wurde aufgrund des Schwerst-Befundes von allen abgeschrieben. Als er nach neun Monaten zurück ins Unternehmen kam “lief es dort bestens”. Da begriff er, dass der Chef die überflüssige Person im Unternehmen ist, wenn man den Mitarbeitern genug Freiheiten lässt.” (Zitat aus der Zeitschrift “brand eins” 01/2015 S.82)

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihre Vision mit großem Genuss  umsetzen.

Kontakt:
Fon: 0711/ 54 09 64 97
Mobil: 0175/ 22 45 146
Mail: info@erfolgmitstil.de

Alle Rechte liegen bei Patrizia Becker, erfolgmitstil.de

Bild: istock by getty images

 

Related Post