Persönlichkeit im Plus: Mit nur 1 Frage..

Persönlichkeit und Kommunikation Kommunizieren Sie souverän: Mit der richtigen Perspektive für die Persönlichkeit Ihres Gegenübers.

Persönlichkeit, nicht Prinzip verändert die Welt. Eine Persönlichkeit wird durch die richtigen Fragen inspiriert und geformt. Bei mir waren das zwei. Sie waren genauso einfach wie wirkungsvoll.

Mit zwei Fragezeichen
eine Soziallehre gründen? Läuft.

Die erste Frage lautete „ist dein Vater Glaser?“ In 99% ist die Antwort „nein“.
Es war eine etwas nettere Art zu sagen „Du stehst im Bild“  (oder vor dem Tischrechner, der Tante  oder so). Hörte man also diesen Satz wusste man, dass man in der Pflicht war, eine Sichtblockade zu beseitigen. Man fühlte sich deutlich wohler als mit „Geh zur Seite, du stehst mir im Weg.“ Diese Form der Sensibilisierung hat bis heute gehalten. Ohne pädagogisches Lexikon.

Die zweite Frage lautete: „Hab‘ ich hinten Augen?“ Jetzt wusste man, dass man etwas Unmögliches verlangte. Niemand hat „hinten Augen“. Oder doch?
Umsichtigkeit war das erste Ergebnis dieser beiden Fragen. Sie lehrten einen, auf das zu achten, was sich hinter und neben mir abspielte. Das noch tiefere Ergebnis war Rücksicht. Irgendwann hatte man hinten Augen. Und das war gut so. Szenenwechsel.

Der „Kampf“ um die beste Position

Unser Alltag bringt oft die Kombination aus Zeit- und Erfolgsdruck sowie eine Informationsflut mit sich. Dinge müssen geregelt werden – und dazu müssen sie gesagt werden. Wenn man die richtige Grundeinstellung hat wird das schon. Ist Anstand drin, kommt Anstand raus.

Wirklich?

Versetzen Sie sich mit mir in ein Restaurant. Wie setzen sich die meisten Leute hin? Mit dem Rücken zur Wand. Anscheinend beruhigt das ungemein. Obwohl unsere Wirtshäuser im allgemeinen den Zustand mittelalterlicher Barbarei hinter sich gelassen haben leitet uns immer noch ein Bedürfnis: Das nach Frieden und Sicherheit. Und das orientiert sich nicht nur an Wänden. Es orientiert sich auch  an sozialer Stabilität. Wir wollen uns sicher fühlen mit dem, was die anderen mit uns tun können. Es ist ein Grundbedürfnis. Szenenwechsel.

Statuskiller Selbstgespräch

Wir befinden uns im Flur eines größeren Mittelständlers. Eigentlich schon eher ein Konzern, aber egal…. Hier erklärt Herr Maier der Projektleiterin ein wichtiges Detail beim Abruf der finanziellen Mittel für die erste Etappe. Maier hat Erfahrung. Und er meint es gut. Leider übersieht er dabei total, dass seine erklärenden Gesten und sein wissender Gesichtsausdruck bei seiner Zuhörerin auf eine Gegenreaktion stoßen.  Dünn wird sie jetzt. Und etwas steif. Wie ein Bleistift…Dafür spielt sich in ihren Augen zunehmend ein Inferno ab: Mit jedem Wort, was Maier redet, wird Frau Müller wütender. Die zierliche, dabei sportliche Persönlichkeit wünscht sich, dass Maiers Wissen um ein Wort reicher wäre: „Mansplaining“.
Dann nämlich hätte er diesen Monolog so nie gehalten.

Herr Maier, der eigentlich etwas Gutes tun wollte, hat gerade seine Projektleiterin „abgeschossen“.
Er hat sie in ihren eigenen Augen – und in den Augen der Beobachter – ihres Status beraubt. Sein eigentliches Selbstgespräch – ein Statuskiller. Bloßgestellt fühlt sie sich – anstatt bereichert. Und einen Bogen wird sie jetzt um ihn machen – weil sie diese Degradierung nicht mehr erleben will. Ab jetzt ist Herr Maier für sie kein wohlwollender Chef oder Kollege mehr – sondern ein potentieller Feind. Der Feind ihres Status.

Hinterwäldlerisch, peinlich, mangelnd eloquent?

Ein wesentliches Merkmal von Menschen, die erfolgreich und anerkannt sind ist ihre Kommunikation. Nicht, dass sie immer nur Nettigkeiten verkündigen, oh nein. Auch haben sie die Geradheit, deutlich Gegenposition zu beziehen. Aber eins haben sie nicht: Und das ist eine mangelnde Sensibilität für die Art, wie sie ihren Gesprächspartner rüberkommen lassen. Ihr Instrumentarium, Situationen souverän zu gestalten beinhaltet dieses Stilmittel.

Neben dem Klassiker „mansplaining“, also der großen Geste eines wissenden Mannes einer ahnungslosen Frau gegenüber, gibt es zahlreiche Gelegenheiten für den unsichtbaren Beziehungs-Crash.

  • Ein Außendienstler eines anderen Unternehmens erkundigt sich nach einer „Möglichkeit, sich frisch zu machen“. Mit ausgestrecktem Arm und Zeigefinger deutet der Befragte in Richtung der Toiletten…
  • Mit kommandoartig wirkender Gestik bedeutet ein Team-Mitglied dem Gast des Hauses, wo er parken kann…
  • Auf die Frage nach Ihrer Tätigkeit im Team legt Frau Müller voll los: Ausdrucksstark gestikuliert sie vor sich hin – indem sie ihrem Gesprächspartner immer näher kommt. Weil ihr Verhalten für die Führungskraft so langsam aber sicher kompromittierend wird macht dieser vorsichtig zwei kleine Schritte zurück…

Als Persönlichkeit profitieren Sie sofort…

Die Sensibilität für den Status Ihres Gegenübers ist ein Schlüssel für nachhaltig gute Beziehungen.
Auch, wenn die angeführten Beispiele für Sie vielleicht selbstverständlich sind, gibt es in der „Hitze des Gefechts“ immer wieder Momente, in denen man schnell daneben liegen kann.
Dies konstant aufzufrischen, sich daran zu erinnern lässt Sie sofort profitieren. Sie haben das Bild des Restaurants noch vor Augen? Die angenehme Sicherheit der Wand im Rücken ist direkt übertragbar auf die atmosphärische Grundlage, die Sie in Ihrem Gespräch aufbauen.
Ich wünsche Ihnen gute Begegnungen.

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