Persönlichkeit und Ihre Top-Status-Killer

Wirkung: Unsichtbare Gründe haben oft hohe Gestaltungskraft. Beim Thema Wirkung haben unsichtbare Faktoren oft hohe Gestaltungskraft.

Persönlichkeit, nicht Prinzip bewegt. Und das fängt früh an…. Erinnern Sie sich noch an Ihre Schulzeit? Wenn es bei Ihnen war wie bei mir, dann sind die wesentlichen Dinge eher nicht im Klassenraum passiert – sondern in der Pause. Auf dem Schulhof. Dort wurde das geschaffen, was einen abseits der Noten durchkommen lies: Status. Wer Status hatte, konnte sich irgendwie alles erlauben….

Persönlichkeit und Status

Persönlichkeit ist man  nie für sich alleine. Persönlichkeit ist wie Farbe: Eine Farbe alleine ist vielleicht nett – Ausdruck bekommt sie aber erst durch eine andere Farbe. (Kleiner Test gefällig? Legen Sie mal einen Pink-Ton vor sich hin – und dann legen Sie noch einen schwarzen Ton daneben. Jetzt haben Sie einen „Hingucker“, oder auch einen Status innerhalb des Farbsystems.) Genauso ist es auch mit der Persönlichkeit: Im Miteinander entsteht eine Rangfolge – ein „Ranking“.
Wer ein hohes „Ranking“, also einen hohen Status hat, kann sich alles erlauben – oder nicht?

Viele Interaktionen innerhalb der Gruppe sind es, die Status schaffen. Gestaltungshoheit erlangt, wer sich positioniert. Doch zurück zum Schulhof: Dort sah die Positionierung meistens so aus, dass irgendein Alpha-Rüde einen in die Mangel nahm. Das zugehörige Ritual um Verteidigung und Gesichtsverlust hat als Sprichwort bis heute überlebt – als „Linie im Sand“. Diese Linie markiert die Grenze für Erträglichkeit. Gezogen wurde sie vom Schwächeren. „Wenn du hierüber trittst geht’s rund.“ (Oder auch nicht.)
Unsichtbar existiert diese Linie bis heute – bei jedem von uns.

Die Linie im Sand: Geheimnis der erfolgreichen Persönlichkeit

Was auf dem Schulhof pure Verzweiflungstaktik gegenüber dem übergriffigen Alpharüden war, markiert heute einen wesentlichen Faktor für jede erfolgreiche Persönlichkeit. Sie lautet: Kennen Sie den Punkt, an dem Ihr Gegenüber einen Schlussstrich zieht? Sich innerlich von Ihnen abwendet? Dieser Punkt bei jedem Menschen anders gelagert. Das Ergebnis ist jedoch immer das gleiche – die innere Kündigung. Dabei sind es die kleinen Dinge, die das „Fass zum Überlaufen“ bringen.

Blockade gefällig? So vergrätzen Sie Ihr Gegenüber

Charles Bukowski wird die Erkenntnis zugeschrieben „Es ist nicht das große Unglück, welches uns in den Wahnsinn treibt – sondern der gerissene Schuhbändel.“ In diesem Sinne finden Sie hier eine Auflistung von Gründen für eine innere Blockade:

  • Geschwafel ohne Punkt und Komma:
    Ihre Aussagen sind absolut richtig. Leider haben sie keine Relevanz zur Frage oder Situation Ihres Gegenübers. Schade um die viele, kostbare Zeit.
  • Ihre Lieblings-Baustelle:
    Unbestritten sind Sie auf diesem Gebiet der Fachmann. (Oder die Fachfrau).
    Dies haben Sie in etlichen Monologen unter Beweis gestellt.
    Mit Ihrer Story, die immer gleich anfängt. Haben Sie Erbarmen. Hören Sie damit auf.
  • Sie sind einfach eklig.
    Nur weil Jogi Löw in der Nase popelt, macht es das nicht besser. „Twenty-four-seven“!. (24 Stunden am Tag!) Und mit Ihrem Brillenbügel, mit dem Sie ständig Ihr Ohr auspuhlen möchte auch niemand tauschen. Oder ist es Ihr ständiges, überlautes Nase-Hochziehen? Ihr Entschluss, einmal so richtig kräftig zu rülpsen und dafür gerne 10 Euro in die Kaffeekasse zu zahlen macht Sie ärmer als Sie meinen. Noch einen obendrauf? Es sind nicht nur Frauen, die so etwas stört…..
  • Mittagspause im Seminar-Hotel. In Ihrer Eigenschaft als Bewahrer wertvollen Liedgutes UND Dirigent des Chores lassen Sie selbiges ertönen. Wenn alle negativen Einflüsse zusammenkommen auch noch als Kanon. Sollten Sie jetzt aus einer anderen Gruppe das Wort „übergriffig“ hören gilt das Ihnen.
  • Sie müssen immer etwas sagen.
    Und das mit lässig-witzelnder Attitüde.
  • „Territorial-Aggressiv“ nennt man das, wenn jemand entweder sein Revier zwanghaft und übertrieben verteidigt oder ständig in das der anderen eindringt. Beispiel? Die Wohlfühldistanz zu Ihrem Gegenüber, Ihre Art, sich weit über dessen Schreibtisch zu beugen…
  • Ihr Tonfall und Ihre Stimmführung sind wie auf dem Kasernenhof.
    Ob Mann oder Frau: Hier werden kleine innere Verletzungen erteilt. Und Distanz geschaffen.
    In anderen Kulturkreisen wird „anschreien“ wie ein körperlicher Übergriff bewertet. Egal, ob er von Frauen oder Männern ausgeführt wird.
  • Konstanter Druck – was von Ihnen ausgeht müssen die anderen von sich weghalten. Um ihres emotionalen Überlebens willen.
  • Sie sind so, wie Sie sind. Mal mit guter, häufig aber mit schlechter Laune. Das müssen die anderen verstehen. (So zumindest Ihre Einordnung.)
  • Ihre Mitmenschen haben Ihr kumpanenhaftes Wohlwollen und Ihre „Lockerheit“ satt. Ob sie wollen oder nicht. „Love is a contact sport“ heißt es in einem Lied. (Liebe ist Kontakt-Sport). Die Freundschaft dagegen ist auch eine Kunst der richtigen Distanz.
  • Bei Ihnen hat niemand Recht – außer Ihnen selbst.
  • Und es kommt auch keiner zu Wort. Aus dem gleichen Grund.

Status – eine Frage der Nähe zu Ihrer Persönlichkeit

„Wer den höchsten Rang in einer Gruppe von Tieren oder Menschen hat, ist leicht zu erkennen. Er ist immer derjenige, der am meisten angeschaut wird. Davon kommt auch das Wort „Ansehen“.
(Irenäus Eibl-Eibesfeldt, österr. Verhaltensforscher)

Die „Linie im Sand“ gilt dem, der das Ansehen hat. Egal, ob er aus Sympathie oder aus Vorsicht heraus angesehen wird. Wie Sie mit der „Linie im Sand“ umgehen bestimmt, wie erfolgreich Sie Beziehungen bauen. Und es bestimmt, wie schnell und präzise Sie Ihre Ziele erreichen.

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