Persönlichkeit und Selbstinszenierung: Hat Ihr Stilbruch Klasse?

Der Meinungsführer. Ein purer "Lautsprecher"ß Mehr als Selbstvermarktung: Um sich als Meinungsführer Gehör zu verschaffen, sollten Sie über eine pure Selbstinszenierung hinaus gehen.

Persönlichkeit zeigt wer sich gekonnt vergreift. So, wie z.B. Karl Lagerfeld:
Handschuhe in geschlossenen Räumen – das ist daneben. Dann noch Ringe drüber – das ist für einen Mann ziemlich daneben. Und dann noch alles in Schwarz – da sind wir dann auf einer Skala von 1 – 10 bei 15. Bei „Grufti“. Dennoch weckt sein Stil Bewunderung.
Kurz gefragt:  Wie daneben muss man sein, um gekonnt aufzufallen?

Gibt es die echte Persönlichkeit mit „vorauseilendem Gehorsam“?

Die Schnittstelle zwischen demonstriertem Freiheitswillen und Teamfähigkeit wird ständig neu kalibriert. Sie unterliegt mehreren Bedingungen:

  • Der Rolle
  • Dem Umfeld
  • Dem Zeitgeist
  • Dem Anlass
  • Der Persönlichkeit

Souveränität oder gut getarnte Gefallsucht?

„Nur wer die Form beherrscht darf sich darüber hinwegsetzen“ nannte das Thomas Mann.
Wer unsicher, gefallsüchtig und berechnend ist dagegen wird sie übererfüllen. „Versicherungsvertreter“ oder „Einser-Kandidat“ nennen wir das dann. Wirklich nett ist das ja nicht.

Alle anderen sind im Business-Bereich gut beraten, ihre „Sekundär-Signale“ auf ein Mindestmaß an guten, kaufmännischen Gepflogenheiten einzustellen.
Und weil es manchmal einfacher ist von hinten anzufangen finden Sie hier eine Liste derer, die sich vollkommen entspannen können:

Narrenfreiheit

Gar keine Sorgen brauchen Sie sich machen, wenn Sie einen der folgenden Punkte erfüllen:

  1. Sie sind ganz jung.
  2. Sie sind ganz alt.
  3. Der Koffer mit Ihren richtigen Klamotten fliegt gerade versehentlich weiter nach Rio oder so…
  4. Sie sind ein irrsinnig unterhaltsames Genie mit einem IQ von 140.
  5. Sie sind Millionär.

Der Reiz des Nichtgesagten

Für den einen ist Stil dann gekonnt gebrochen, wenn das Äußere einen bestimmten „kombinatorischen Witz“ erfüllt. (Professor Dr. Holger Hettinger) Häufig wird eine Stil-Ikone dann geboren, wenn sie sich Genre-übergreifend bedient. Das berühmteste Beispiel hierfür ist vielleicht Grace Kelly, die dem Hause „Hermes“  einen scheinbar unsterblichen Boom bescherte: Die Fürstin von Monaco schlang ihr Seidentuch um eine Reitertasche. Der Rest ist Geschichte.

Ihre individuelle Note

Ihr Äußeres kann nur Ihr Inneres widerspiegeln. Sind Sie eher „wertkonservativ“? Dann wird alles Richtung „Freddy-Mercury-Gedächtnisjacke“ Ihnen nicht sehr dienlich sein. Auch dann nicht, wenn Sie durchtrainiert sind. Greifen Sie stattdessen lieber zu einer Jacke, die diese Stilelemente aufgreift wie z.B. Schnallen oder Versteppungen über eine Fläche. Betonen Sie Ihre Pluspunkte durch Schnitt und Material.

Kleidung mit „Geschichte“  wirkt durch Patina.  Hierzu zählen auch alte Hand- und Ledertaschen.
Auf der Basis Ihres Stils entsteht eine individuelle Note.

Gibt es „das eine Ding“, welches Sie immer durchziehen?
Bauen Sie auf dieser Grundlage auf.
Beispiel: Sie tragen immer Jackett. Einfach, weil Sie damit klasse aussehen.
Wenn Ihnen Marine für alle Gelegenheiten langweilig wird wechseln Sie zu einer ungewöhnlichen Farbe. Wählen Sie ein außergewöhnliches Futter. Oder ungewöhnliche Knöpfe. Oder beides.

Die Gefahr

Alles auf einmal komplett zu verändern wirkt meistens komisch.

Das Fazit

Karl Lagerfeld weiß, dass von ihm eine große Show erwartet wird.
Seine Auffälligkeit ist ein Teil seiner Glaubwürdigkeit.
Dies dürfte bei den meisten von uns anders sein.

Bauen Sie auf dem auf, was Sie als Persönlichkeit vor allem anderen ausmacht.
Setzen Sie auf dieser Grundlage Akzente. So können Sie sicher sein, dass Ihr Umgang mit Stil auch einen wesentlichen Faktor beinhaltet: Eine selbstverständliche Lässigkeit.

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