Reziprozität: Machen Sie auch diesen Fehler?

Reziprozität - Erzeugung von Willfährigen? Reziprozität: Kommiikative Eleganz oder plumpe Erzeugung von Willfährigen?

Reziprozität ist, wovor uns unsere Eltern schon als Kind gewarnt haben.
„Nimm nichts von Fremden!“ Sie wissen schon: Die Schokolade am Spielplatz…
Die Wirkung eines Geschenkes ist einfach unschlagbar. Die Bedingung ist, dass dieses Geschenk richtig überreicht wird. Wenn Sie jetzt lediglich den Wert und die Freundlichkeit des Gebers vor Augen haben, dann haben Sie etwas Entscheidendes übersehen. Eine Sache, die viele regelmäßig verkehrt machen arbeitet bald gegen sie.

Das Bündel der Faktoren macht’s –
auch bei Reziprozität

Sie wissen, dass Ihr Geschenk nicht geizig wirken darf. Und Sie wissen, dass Ihr Geschenk den Geschmack Ihrer Zielgruppe treffen sollte. Und freundlich und gut angezogen, klar, sind Sie auch. Aber ein wesentlicher Faktor geht in diesem  inszenierten Tausch-System oft unter. Es ist ein wichtiger Faktor. Ist er im Kreislauf der Reziprozität nicht spürbar floppt Ihr Geschenk.

Reziprozität offenbart mehr über Sie als Ihnen bewusst ist

Besprechungsrunde. Es geht um Zusammenarbeit, um die weitere Entwicklung einzelner Projekte. Am Rande geht es auch um die Veranstaltung gestern abend. . Der Name Müller fällt. Müller, “an den wir uns wenden können”. Müller, der “wenn was ist gerne… kein großes Ding”… locker und hilfsbereit scheint.
„Ääh, bei dem hängt an allem, was der macht ein Preis-Schild.“ Die drastische Warnung bereitet der Sympathie ein jähes Ende: „Müller tut Dir keinen Gefallen, Müller versklavt Dich. Der macht Dich zur verlängerten Werkbank. Finger weg von Müller und seinen Angeboten.“ Der sich breit machenden Ernüchterung folgen erste Planungsansätze. Ohne die Hilfe von Müller. Der gilt jetzt nämlich als rotes Tuch.

Reziprozität braucht den Respekt als Basis – auch den vor der eigenen Person

Alles im Leben ist ein Kreislauf. Hier ist es Geben und Nehmen. „„Eigentlich selbstverständlich“ denken Sie jetzt vielleicht. Mag sein, aber in der Praxis sieht’s leider oft anders aus: Deutlich spürbar wird ein Punktekonto aufgebaut. Und ebenso deutlich spürbar verkommt man in dieser Gleichung leicht zum Platzhalter. Bei so einer Reziprozität fehlt die Freiwilligkeit: Man spürt förmlich, dass die Gestaltungshoheit nur in den Händen einer Person liegt – dem „Geber“.

Fazit: Wenn Sie als inspirierender Gestalter wahrgenommen werden wollen verfallen Sie nicht in den klassischen „Trott“. Reziprozität mit Klasse erfordert den Ausdruck von Wertschätzung. Reziprozität mit Klasse lebt auch von der Freiheit des anderen.
Ansonsten könnte man schnell zu dem Schluss kommen, dass es sich nicht um Reziprozität handelt sondern um plumpe Erpressung. Ach ja, noch etwas: Behandeln Sie sich auch selbst respektvoll. Achten Sie auf die Qualität dessen, was Ihr Gesprächspartner so auf den Tisch legt….

Kontakt:
Fon: 0711/ 54 09 64 97
Mobil: 0175/ 22 45 146
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