Richtig kommunizieren: Sie haben nur einen Schuss

Richtig kommunizieren Richtig kommunizieren bedeutet,die Wechselwirkung von Persönlichkeit, Rolle und Situation einschätzen zu können.

„Das ist unser schwierigster Kunde, bei dem können Sie nichts machen.“
Der ganze Raum sah auf – aber nur eine Sekunde. Und auch nur aus dem Augenwinkel. Das war ein gezielter Affront. So etwas in diesem Haus? Das hatte den Stellenwert einer blauen Mauritius.

Richtig kommunizieren:
Das Spiel mit der Wechselwirkung

Trotzdem: beim „Zielobjekt“ nebst Begleitung stellte sich ein breites Grinsen ein. Nicht bei den anderen. Die haben schockiert beobachtet.

Die Worte der Inhaberin hatten Klasse – auch unter dem Gesichtspunkt des Business Knigge! Sie kannte den Kunden schon länger und konnte auch mit seinem sozial  etwas grobmotorischen Kommunikations-Stil umgehen. Richtig kommunizieren, das bedeutet genau zu wissen, wie der andere „tickt“. Es bedeutet zu wissen, welche Rolle ich spiele.

Richtig kommunizieren: Die Rolle der Identifikationsfigur

Manche Dinge kann man nur einmal tun. Sie erfordern ein virtuoses Sozialverhalten. Schön ist das für den, der die Wechselwirkung zwischen Rolle, Situation und Lerneffekt beim Umfeld einschätzen kann. Wer hier trittsicher ist, kann richtig viel Spaß haben und gleichzeitig die Kunden faszinieren.

So wie die Inhaberin in unserem Beispiel: Sie wusste genau, dass Sie die Identifikationsfigur für den Kunden ist. Er nimmt von ihr Rat und derben Humor gerne an. Er gesteht ihr eine Augenhöhe zu ihm zu. Sie hat durch richtiges kommunizieren mit ihm diese Beziehung von Anfang an aufgebaut. Gleichzeitig wusste sie, dass eine Wiederholung Gefahr für den Stil ihres Hauses bedeutet hätte: Der Unterschied zwischen einem Heilmittel und Gift liegt nunmal in der Dosis.

Klassische Irrtümer

Richtig kommunizieren bedeutet, die Fettnäpfchen zu kennen.
Sie lauten angewandt auf die Identifikationsfigur:

  • Die Identifikationsfigur ist automatisch der Chef.
    Ganz falsch. Es gibt Vorgesetzte, die vergraulen den Kunden zielsicher.
  • Die Identifikationsfigur ist der, den die Leute am liebsten mögen.
    Genauso falsch. Lassen sie den mal dem Kunden einen Stopp setzen – dann sind Sie den ganz schnell los.
  • Die Identifikationsfigur ist immer nett.
    Das kann auch vorkommen. In jedem Fall ist die Identifikationsfigur eine Persönlichkeit mit erworbener, nicht gekaufter Autorität.

Fazit: Die Grenze selbst definieren kann wer die Spielregeln kennt und als Persönlichkeit ein Referenzpunkt für die anderen darstellt.

Sehr gerne bin ich auch persönlich für Sie da:
Fon: 0711/ 54 09 64 97
Mobil: 0175/ 22 45 146
info@erfolgmitstil.de

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