Rulebreaker? 3 Schlüsselfaktoren für die “Delle im Universum”

Der Rulebreaker lebt vom Wissen über die Angreifbarkeit. Für Rulebreaker ist die innere Bilderwelt der Menschen wichtig.

Als Steve Jobs seine Mitarbeiter aufrief, Piraten zu sein, wusste er wohl genau, dass eine erfolgreiche Zukunft nur über Veränderung möglich ist. Vielleicht war der hippe Rulebreaker auch der gleichen Überzeugung wie Picasso? Der sagte

„Lerne die Regeln wie ein Profi, damit du sie brechen kannst wie ein Künstler.“

Jobs, der Visionär verstand es wie kein anderer, seine Zuhörer mitzunehmen. Oft war es eine Reise ins Unbekannte. Und vielleicht war genau diese Fähigkeit ja seine eigentlich größte Leistung – größer sogar als die Erfindung des iphones?

Rulebreaker? Heute nur erfolgreich mit dieser Fähigkeit…

Wissenschaftliche Forschungen haben ergeben, dass 80% der Menschen Veränderungen zögerlich annehmen oder sogar fürchten. 20% hingegen finden dies vollkommen irre und stürzen sich ins Abenteuer.

„Beharrungskräfte“ finden sich besonders stark vertreten unter den 80%, „Sensation Seeker“, also „Erlebnis – Suchende“ stellen die Gruppe der 20%.

Natürlich ist diese Tatsache sehr stark von Einflüssen abhängig: Einer hiervon ist die soziale Übereinkunft, die wir auch mit dem Wort „Kultur“ bezeichnen. Ein anderer ist die Bilderwelt, die unsere Erwartungshaltung prägt.

Handlungsempfehlung: Welche Worte und Sätze werden mit einem besonders starken emotionalen Engagement ausgesprochen? Sind mit diesen Worten bestimmte Umgangsformen verknüpft?
Das sind genau die Dinge, die den Menschen besonders wichtig sind.
Und für den Rulebreaker sind es wichtige Hinweise.

Die Macht des einen Bildes …

Jobs wusste um die Macht der Bilder – besonders der Bilder im Kopf. Sein wirkmächtiges Auftreten ist auch dieser Gesetzmäßigkeit zuzuschreiben:

„Du bist nur ein Bild entfernt von einer radikalen Veränderung.“

Und das Wissen um die Angreifbarkeit

Kamera – Schwenk: Sie finden das übertrieben? So dachte ich auch noch vor kurzem. Bis ich mich selbst ertappte: Ich habe mir vorgenommen, täglich ins Fitness – Studio zu gehen, was meistens in den Abendstunden auch klappt.

Bis auf die Male, wo ich müde bin und ein neues Gericht probieren könnte. (Wissen Sie, die Küche ist für mich ein sinnlicher und magischer Ort, an dem ich mich kreativ erhole). Was soll ich sagen?

In Anbetracht der Müdigkeit wird das Kochen vom „Muss“ zum aufregenden lukullischen Abenteuer: Das Verschieben des Studio – Besuches auf den nächsten Tag ist kein Drama, aber ein Kontrollverlust.
Jede Strategie lebt auch von einem vorausschauenden Umgang mit Angreifbarkeiten.
Kamera – Schwenk zurück…

Gaspedal oder Bremse? Das Zukunftsbild entscheidet…

Erinnern Sie sich noch an diese Fernsehserie „Raumschiff Enterprise“? Ihr Erfolg war durchschlagend.
In den Zimmern der Teenager klebte die Mannschaft um Captain Kirk als Bravo – Starschnitt an der Wand. Bis heute ist William Shatner alias Captain Kirk eine Art „National – Heiligtum“ der Amerikaner und weltberühmt.

Als einer der wesentlichen Gründe für den durchschlagenden Erfolg der Serie gilt der Verlust der Zukunftsangst. Trotz des Dauergemetzels mit den Klingonen war es auf einmal cool, in der Zukunft zu leben.

Schwarze, weibliche Führungskräfte (Damals unvorstellbar!) und die Möglichkeit, sich zu beamen überstrahlten die Angst vor dem Unbekannten. Es entstand eine Sogwirkung – auf ganz natürliche Art und Weise.

Einem Bild nahe zu sein bedeutet, ein anderes zu vergessen…

Einer der besten „Spin – Doctors“, also dem Redenschreiber hinter dem Politiker, war Régis Debray. Er stand maßgeblich hinter dem Erfolg von Che Guevara und Francois Mitterand.
In seinem Buch „Jenseits der Bilder“ setzte sich Debray mit der Wirkung des Bildes auf den Menschen auseinander. Den Verlust der Strahlkraft beschreibt er mit den Worten:

„Unsere heiligen Bilder bluten nicht und sie weinen auch nicht mehr. Wenn wir mit Ihnen noch im Halbschatten sprechen, dann allein und aus Versehen.“

Das verblassende Bild kündigt ein Machtvakuum an

Menschen denken in Bildern. So ein Bild ist auch ein Leitmotiv für den Menschen, für sein Denken und Handeln. Wenn ein Bild in die Ferne gerückt ist, ist ein anderes dafür nah. (Das Bild des Sport – Studios rückt schnell in weite Ferne, sobald die Gourmet – Entdeckung in der Küche ruft…)

Welches Bild haben die Menschen um mich her aktuell vor Augen? Was löst das Bild in Ihnen aus – und was wollen Sie tun? Welches Bild verblasst dagegen allmählich? Dieses Wissen ist für einen Rulebreaker wesentlich.

Die Landkarte für Rulebreaker

Will er andere Menschen mitnehmen in die Zukunft, braucht er ein empathisches Verständnis über ihre Bilderwelt. Er braucht ein Wissen über ihre Nähe zum einen – und ihre Distanz zum anderen Bild. John F Kennedy hat auf dieser Grundlage gehandelt:

Sein Versprechen, einen Mann zum Mond zu schicken und ihn sicher wieder zurückzubringen, sprach den Eigenanspruch der Amerikaner als führende Nation an. Es adressierte jedoch auch die Sehnsucht der Menschen nach einer verantwortungsvoll handelnden Regierung.

Handlungsempfehlung: Menschen vertrauen dem, der ihnen eine Welt macht, in der sie morgen gerne leben wollen. Hier geht es nicht um Manipulation. Hier geht es um die verantwortungsvolle Gestaltung eines lebenswerten Umfeldes – auch mit klaren Grenzen.

Jede Kultur definiert sich auch anhand der Dinge, die sie ablehnt. Wo haben Sie eine „Null – Toleranz – Politik“? Finden Sie ein Wort, welches Sie nicht jeden Tag in den Medien hören? Mit welcher Umgangsform wollen Sie diese Kultur festigen?

Zwischen hypnotischer Kraft und Leistungsstärke

Hier spielt das Zukunftsbild eine führende Rolle. Ist es von Zuversicht geprägt? Ist es angstbesetzt? Ist es wissenschaftlich untermauert?
Massive Unsicherheiten lassen sich abfedern, wenn eine wissenschaftliche Grundlage (*) der Ausgangspunkt der Planung und des Handelns ist.

Dies sehen übrigens auch Investoren so, die ja ihre Entscheidungen eher rein rational als auf der Grundlage von Hoffnungen und Ängsten treffen.

Die ganz Großen denken 100 Jahre voraus

Sam Walton, der legendäre Gründer von Walmarts, sagte einmal:

„Ich investiere nie in ein Unternehmen aufgrund der Zukunftsprognose von 2 – 3 Jahren. Ich investiere aufgrund einer Analyse von 10 Jahren Vorausschau.“

Das war damals, es ist lange her. Heutzutage berechnen große asiatische Unternehmen ihre Zukunft anhand einer 100 – jährigen Zukunftsprognose –teilweise denken sie sogar 2 – 300 Jahre im voraus.  Dabei lassen sie sich von rein wissenschaftlichen Zukunftsprognosen leiten.

Der amerikanische Unternehmer Patrick Bet David spricht hier von einer Sequenz: Wie bei einem Schachspiel gilt es, vier oder fünf Schritte im voruas zu planen. Diese Art der Vorausschau ist eine der wesentlichen Erfolgsgeheimnisse des amerikanischen Serien – Unternehmers.

Emotions – Management und Souveränität

In den letzten Jahren wurde das Bewusstsein für das Image sehr geschärft. Natürlich ist das gut: Wer zum Beispiel im Ruf steht, tyrannische Züge zu haben, wird zuerst erfolgskritische Leute verlieren. Diese Gefahr steht den meisten Führungskräften vor Augen. Auch ein Rulebreaker kann sich nicht mehr erlauben, Menschen konstant zu verunsichern oder zu bedrücken.

Was allerdings dabei leicht aus dem Blickfeld gerät, ist eine andere Gefahr: Wer sich konstant danach richtet, was andere Menschen denken oder sagen könnten, verliert sich selbst. Diese Gefahr ist mindestens genauso groß! Sichtbar wird dies zuerst, wenn radikale Entscheidungen anstehen. Diese sind oft unpopulär – und genau an dieser Stelle entstehen Vermeidungsstrategien.

Eine gefährliche Vermeidungsstrategie…

Oft unbewusst richten wir uns nach dem, dessen Ablehnung am meisten weh tut. Viele von uns neigen dazu, eine Entscheidung zu treffen, die genau diese Ablehnung verhindert. Dabei passieren drei Dinge:

  1. Es kommt meistens zu einer vorübergehenden Druckerleichterung.
  2. Wir verändern den Fokus und verlieren an Entwicklungs – Geschwindigkeit und Klarheit.
  3. Es kommt zu einem Defizit an Lebensenergie.

Der Grund hierfür ist, dass unsere Emotionen unter Druck sind und wir uns an eine non – verbale und oft unbewusste Erpressung gewöhnen. Freiheit von dieser emotionalen Erpressbarkeit ist eine Voraussetzung für messerscharfe Entscheidungen.

Oft spiegelt sich dies auch in der Atmosphäre wider: Kennen Sie diese Orte, wo man „die Luft schneiden kann“, sobald man die Bürotür aufmacht? Eine der Wurzeln liegt nicht selten in diesen kleinen Erpressbarkeiten. Dieses System baut sich im Windschatten einer Image – Pflege sehr leicht auf. Es erstickt jede Kreativität und Lebensfreude im Keim.

Handlungsempfehlung: Jede Bedrohung birgt in sich eine aggressive Infragestellung Ihrer Person. Sie lautet „DU wagst es? DU willst das tun?“ Natürlich wird dies in unserer Kultur selten so direkt ausgesprochen. Meistens ist sie non – verbal, durch den Gesichts – Ausdruck. Fragen Sie sich doch einfach mal ganz oft „Warum nicht ich?“ Wenn Sie aufschreiben, was Ihnen dann so in den Sinn kommt, kann das zu wohltuenden Veränderungen führen.

Fazit:

Die drei Faktoren

  • Zukunftsbild
  • Persönliche Erwartung (auch immer ein Bild im Kopf)
  • Emotionsmanagement

entscheiden maßgeblich über das Ergebnis Ihrer Arbeit.

Ein Rulebreaker, der mit anderen Menschen neues Terrain erobern will, sollte über ein Fingerspitzengefühl für diese Zusammenhänge verfügen: Denn ein Bild sagt nicht nur mehr als 1000 Worte, es bewegt auch oft mehr als 1000 Worte – besonders, wenn es im Kopf entsteht…

Dabei geht es nicht nur darum, welches Bild vor Augen steht, sondern auch um das Bild, was dadurch verblasst. Das verblassende Bild lässt auch eine ganze Kultur verblassen und in Vergessenheit geraten. Ein Zukunftsbild, das ich realisieren kann, bewirkt emotionale Frische und eine neue Perspektive. Es ruft Handlungen hervor und bewirkt eine neue Kultur.

Diese Gesetzmäßigkeit ist momentan besonders wirkmächtig: Durch die auslaufenden Strukturen der Industriekultur werden neue Bilder und soziale Übereinkünfte an ihre Stelle treten. Ein Rulebreaker, der ein lebenswertes und auf Erfolg angelegtes Umfeld schaffen will, braucht eine klare Vision von der Zukunft und der neuen Kultur. Nur so wird er den Erfolg realisieren, halten und fortschreiben mit der notwendigen Geschwindigkeit entwickeln können.

Personen:

2bahead ist der führende Think Tank für Zukunftsthemen in Europa. Sven Gabor Janszky, CEO von 2bahead, schreibt dieses Ergebnis auch der Methodik des Institutes zu: „Die Forschung basiert auf rein wissenschaftlicher Grundlage. Die Ergebnisse entstehen durch eine Befragung der führenden Gestalter der Technologien von morgen. Der Zugang zu diesen Gesprächspartnern ist keineswegs selbstverständlich und bewirkt einen entscheidenden Unterschied in der Qualität der Zukunftsforschung.“ Sowohl CEOs als auch Rulebreaker profitieren von seinen Einblicken.

Régis Debray gilt als einer der Gründerväter der Mediologie, also der wissenschaftlichen Erforschung der Massenmedien. Die rhetorische Kraft hinter Che Guevara und Francois Mitterand widmete sich in seinem Buch „Jenseits der Bilder“ den Einflüssen auf unsere Emotionen und die daraus folgende Entscheidung.

Kontakt:

Patrizia Becker
Mail: info@erfolgmitstil.de
Fon: 0175 – 2245146

(*) Werbung: https://event.2bahead.de/s/2bAHEAD/tomorrowing-your-life-onlinekurs?pid=36679&prid=4504
Der Link führt zum Kurs kostenpflichtigen Kurs “Zukunftsgestaltung” des Think Tank “2bahead”, dem führenden Think Tank für Zukunftsthemen in Europa.