Unverzichtbar: Zwei Faktoren für Ihre Selbstvermarktung

Selbstvermarktung durch ein gut fokussiertes  Selbstbild

“Wo kein Kläger, da kein Richter” sagt ein altes Sprichwort. In der traditionellen Wahrnehmung verstehen wir oft:” Wenn sich keiner beschwert, hast Du Glück. Dann kommst Du mit heiler Haut davon.” Dieses Sprichwort versagt leider mitunter als Selbstberuhigung, denn wir rechnen nicht mit dem “Kläger” in uns. Und infolgedessen auch nicht mit dem Richter in uns. Menschen mit einem hohen Eigenanspruch  gehen mit sich selbst deutlich ins Gericht, wenn sie versagt haben. Der Druck, unter den man sich selber setzt kann ein hinterlistiger Gegner sein. Er neigt dazu, sich im Kleid der Analyse zum Richter aufzuschwingen. “Blumige Geschichte” denken Sie sich jetzt vielleicht. Denn eine messerscharfe Analyse ist wichtig. schon allein um zukünftig Fehler zu vermeiden. Die Gefahr an dieser Stelle ist, dass ich die Analyse in einer Form vornehme, die selbstzerstörerisch ist. Nicht messerscharf in der Logik. Sondern messerscharf im Ton mir selbst gegenüber. Und da sich das Ganze oft “in der Hitze des Gefechts” abspielt, fällt dieser rüde Umgangston nicht auf. Zu ähnlich ist er der gesunden Selbstdisziplin. Wie der Giftpilz dem Schmackhaften. Parallel dazu konnte ich häufig eine zweite Entwicklung beobachten: Schnell baut sich eine gefährliche gedankliche  Nähe zu den eigenen Fehlern auf. Das Ergebnis der Analyse darf einen  Zwischenstand abliefern,  mehr nicht. Wenn wir unser Gedankenleben um unsere Fehler her formen, strahlen wir sehr schnell auch Druck aus. Das kann eine ziemlich  aggressive Atmosphäre freisetzen, die von unserem Umfeld als Angriff erlebt wird. Richtig gefährlich wird es, wenn dieses gedankliche Eigenleben ein Milieu in meinem Umfeld kreiert. Dieses Erleben  widersetzt sich jeder Selbstvermarktung und schafft “atmosphärische Haarrisse” im Unternehmen. Besonders sensible Leute gehen schnell auf Distanz – im Zeitalter des “War for talents” eine ungute Dynamik!

Fazit: Definieren Sie sich nicht über Ihre Fehler, sondern holen Sie ausbalanciertes Feedback ein. Gesund ist es dann, wenn die Infragestellung respektvoll Ihnen gegenüber ist. Nehmen Sie Selbstanalysen in Ruhe vor, auch an einem Ort der Ruhe. Dabei kann eine konkrete Terminplanung hilfreich sein.

Selbstvermarktung durch einen vorausschauenden Blick

Besonders Führungskräfte leben in dem Spannungsfeld, dass sie Projektionsflächen sind. Lax formuliert könnte man sagen, dass oft die politische Großwetterlage an ihnen abgearbeitet wird. Und auch die Erfahrungswerte, die jeder Mitarbeiter mit Leitung gemacht hat, finden hier ihren Niederschlag. Was hat das jetzt bitteschön mit Selbstvermarktung zu tun? Wir Menschen sind bereit, uns auf das einzulassen,  was uns weiterbringt. Was uns etwas gibt. Die oben beschriebene Situation birgt in sich Sprengpotential, weil jeder in so einer Situation auf ein anderes Ziel hin arbeitet: Der eine auf pure Zahlen, der andere auf mehr persönliche Geltung und  der Dritte hat vielleicht noch eine Rechnung mit dem “Nervkeks aus der feindlichen Abteilung” offen …. Die Herausforderung für eine Führungskraft besteht darin, eine Vision so zu gestalten und zu vermitteln, dass andere Menschen sich gerne damit identifizieren.  Jemand hat es mal so formuliert: “Die meisten Konflikte kommen daher, dass Menschen an unterschiedlichen Zielen arbeiten”  Bei genauer Betrachtung habe ich daran viel Wahres gefunden. Ein Ziel zu vermitteln, mit dem sich die Mitarbeiter identifizieren können, ist eine  Herausforderung. Gemeinsam an diesem Ziel zu arbeiten auch. Aber es stellt eine innere Verbindung her. Und diese wiederum  entfaltet eine positive Eigendynamik. Die zeitliche Investition in eine gemeinsame Vision wird sich auszahlen, an vielen Stellen.

Fazit: Selbstvermarktung ist das Zusammenkommen von persönlicher Weiterentwicklung und Zuhören.

 

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