Umgang mit Kritik: Sofort weiter mit diesen fünf Punkten

Umgang mit Kritik Der Umgang mit Kritik ist eine Drehscheibe für Ihren Erfolg.

Umgang mit Kritik ist einer der wichtigsten Fähigkeiten für Erfolg in Beruf und Gesellschaft– und eine hohe Lebensqualität.
Kann ich sie mit innerer Leichtigkeit annehmen und souverän reagieren?
Oder trifft sie mich im tiefsten Inneren und „knockt“ mich für die nächsten Stunden oder Tage komplett aus? Wie Sie diese Frage beantworten bestimmt, wie erfolgreich Sie Ihre Ziele realisieren können.
Ihr Umgang mit Kritik bestimmt wesentlich, welchen Status Sie innerhalb des Unternehmens oder in Ihrem privaten Umfeld haben. Grund genug also, sich das Ganze mal zu Gemüte zu führen.

Freundlich, in der Sache hart: Wahren Sie Contenance

Klarheit in Verbindung mit Freundlichkeit erschafft eine gute Reputation.
Wenn Sie sich im Vorfeld eines Gespräches eine gute Strategie überlegen, also z.B. Ihre Verhandlungsmasse ganz klar von dem Part abgrenzen, über den Sie nicht zu verhandeln bereit sind, dann werden Sie mit freundlicher Festigkeit das Gespräch führen können. Kritik fällt bei Ihnen eher auf den Boden der Sachlichkeit, weil Sie ganz klar fokussiert sind. Dieses Vorgehen basiert darauf, dass ich mich mit meinem Ziel verbinde und viel Zeit in eine ausgefeilte Vorbereitung stecke. „When the dream is big enough the facts don’t count” (Zu Deutsch: Wenn der Traum groß genug ist, werden die Fakten unwichtig). So umschreiben die Amerikaner die Entstehung eines „eisernen Kernes“ auf dem Weg zur Zielerreichung. Der Umgang mit Kritik findet dann schon im Vorfeld statt, wenn ich mir meine Vision vor Augen rufe und mögliche Hindernisse im Vorfeld angehe.

Miese Nummer: Pflegen Sie hier einen offensiven Umgang mit Kritik

Zu den gefährlichsten Formen der Kritik gehört das sogenannte „vergiftete Kompliment“.
Das vergiftete Kompliment zeichnet sich oft durch einen süßlichen Unterton aus. Und dadurch, dass es eine tiefe Kerbe in die Emotion schlägt. Den Namen Kompliment verdient es eigentlich überhaupt nicht, denn es hat nur diesen einen Zweck: Ihre Verletzung. Hier haben Sie es auch nicht mit jemandem zu tun, der mal nicht gut drauf ist. Oh nein, hier zielt jemand bewusst und vorsätzlich auf Ihre Zerstörung ab – zumindest die Zerstörung eines Teils Ihrer Persönlichkeit. Das vergiftete Kompliment entsteht aus der Gehässigkeit unverarbeiteter Verletzungen oder des Gefühls der Unterlegenheit. Ihr Gegenüber versucht, sein Problem zu Ihrem zu machen.
Hier ist der Umgang mit Kritik klar: Ihre Selbstachtung gebietet Ihnen kompromisslos klare Kante.
Stellen Sie Ihr Gegenüber bloß. Oder gehen Sie einfach. Aber koalieren Sie nicht noch mit dieser Geisteshaltung.
Ein Beispiel? Sie haben für Ihren Gesprächspartner ein Geschenk mitgebracht: Eine Flasche Wein zum Geburtstag. Die Reaktion? „Hast DU den ausgesucht?“ Antwort: „Jaha, aber es könnte sehr gut sein, dass es das letzte Mal ist, denn bei so einer Reaktion vergeht mir die Lust, das nochmal zu tun.
Oder: „Wow. Das hat gesessen. Ich suche mit viel Zeit ein Geschenk für Dich und Du räumst mir zum Dank eins rein. „Gerne“ kann ich jetzt nicht mehr sagen.“ Stellen Sie sich dann auch stur. Hängen Sie die Latte für ein weiteres Miteinander richtig hoch, signalisieren Sie deutlich Distanz, indem Sie Ihr Gegenüber stehen lassen. Das ist hier der einzig richtige Umgang mit Kritik.
Kommt keine klare Entschuldigung mit einem deutlichen Versuch, das eigene Verhalten zu bessern müssen Sie sich hier zurückziehen.

Umgang mit Kritik ist eine Frage des Umgangs mit sich selbst

Wie ich mich selbst sehe, so werde ich mich ausdrücken – und reagieren.
Bin ich überzeugt, auf einem guten Weg zu sein – aber noch dazulernen zu können?
Sehe ich mich als die Person, die schließlich dafür sorgt, dass hier alles läuft?
Oder empfinde ich mich als „auf dem heißen Stuhl“ sitzend?
Darf ich mir Fehler erlauben – oder wäre das (immer) eine gefühlte Katastrophe?

Vielleicht habe ich mir ja auch schon ein „dickes Fell“ zugelegt und sitze jetzt gewohnheitsmäßig einiges aus – auch die Versuche der anderen, mit mir vernünftig zu reden?
Oder ich bin dünnhäutig und dieser Dauerstress entfaltet eine gefährliche Eigendynamik?
Umgang mit Kritik ist eine der Drehscheiben des Erfolges. Und des Miteinanders.
„In der Hitze des Gefechts“ verändert sich unser Gefühl oft unmerklich. Gerade bei einem Leben in Hochgeschwindigkeit, einem Leben unter einem hohen Ergebnisdruck verliere ich leicht die Verbindung zu mir selbst und spule Verhaltensmuster ab.

Am einfachsten kann ich mich selbst überprüfen, indem ich mir vor Augen führe, welche Sätze ich von den anderen höre. Oder ob ich vielleicht überhaupt noch welche höre, oder man das Gespräch mit mir vielleicht sogar schon aufgegeben hat…..

Setzen Sie sich in einer ruhigen Minute vielleicht einmal hin und lassen die Äußerungen und Reaktionen Ihrer Mitmenschen vor Ihrem inneren Auge vorbeilaufen. Dort, wo es „in Serie holprig ist“ ist ein Ansatz-Punkt. Haben Sie einen verschwiegenen Gesprächspartner, mit dem Sie über diese Dinge mal reden können, wenn Sie nicht wirklich weiter kommen? Sollten Sie feststellen, dass es regelmäßig Dissonanzen in Ihren Gesprächen und Präsentationen gibt lassen Sie das Ganze nicht zu lange warten. Diese Dinge sind wie feine Haarrisse im Lebenswerk und erschweren große Erfolge.

Destruktives Gepolter: Ihr Umgang mit Kritik sollte sofort steuernde Elemente einbauen

Die direkte Kritik kann hochgradig zerstörerisch sein. Besonders vor anderen ausgeübt, also als Bloßstellung entfaltet sie diese Wirkung.
Umgang mit Kritik bedeutet manchmal auch, den „Stier bei den Hörnern zu packen“:
Versetzen Sie sich mit mir gedanklich in ein Meeting, bei dem Sie vortragen…
Ein Teilnehmer „grätscht dazwischen“.

  1. Slow down. Schießen Sie ja nicht aus der Hüfte.
    Sie ordnen sich der Vorgabe des Aggressors dann nämlich unter und laufen brav auf seinen Schienen. Außerdem würde das Ihre Fehlerquote leicht erhöhen.
    „Keine Rechtfertigung, kein Schuss zurück“ ist eine Erfolgsformel für Souveränität.
  2. Stellen Sie eine Frage, die Ihr Gegenüber zur reflektierten Antwort zwingt.
    Bitten Sie um die Konkretisierung eines Details oder einen anderen Vorschlag.
    Sie können das Ganze auch in die Runde delegieren. „Wie sehen Sie das denn?“ Das klappt allerdings nur, wenn dort eine bestimmte Wachheit und konstruktive Diskussionsfreude herrscht. Sonst gehen Sie hier mit wehenden Fahnen unter…..
    Im Umgang mit Kritik tun Sie gut daran, sich vorher mal vor Augen zu rufen, wer die Teilnehmer sind. Dann können Sie sich innerlich besser vorbereiten.
  3. Zeigen Sie deutlich Ihre Offenheit für bereichernde Beiträge. Hören Sie aufmerksam zu.
    Wenn sie wissen, dass Sie leicht aus dem Konzept kommen planen Sie einen Teil für Diskussion ein. Der Umgang mit Kritik wird Ihnen deutlich leichter fallen, wenn Sie sie im Vorfeld steuern können.
  4. Haben Sie es mit Ihrem Intimfeind zu tun, also dem unverbesserlichen „Nervkeks“ dann reden Sie einfach etwas lauter weiter. Ignorieren Sie sein/ihr Störmanöver und würdigen Sie diese Person keines Blickes. Fangen Sie nicht an unerträglich laut zu werden oder zu brüllen, sonst schaden Sie sich noch selbst. Das ist mit etwas Übung verbunden, klappt aber ganz gut. Wichtig im Umgang mit Kritik ist hier, dass Sie ruhig und fest bleiben.
    Sucht die Nervensäge Sie dann auch nach dem Meeting noch persönlich heim (und Sie haben bereits alles versucht, mit diesem Menschen klarzukommen) dann drehen sie ihr/ihm einfach den Rücken zu, packen und gehen. Mancher will es nämlich nicht begreifen und dann ist „Aussitzen“ besser als „Basta“.
Sehen Sie im Umgang mit Kritik das Positive

Kritik ist Weiterbildung“ ist einer der Sätze, der mein Leben nachhaltig bereichert hat.
Nicht nur, dass ich sie viel leichter annehmen kann: Ich sehe auch, wieviel ich spare, wenn ich denen zuhöre, die mir Dinge offen sagen.
In der Tat ist es so, dass mich mancher Kritiker im Leben weiter gebracht hat als der eine oder andere Wohlgesinnte.

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