Warum Standardsätze am Telefon gefährlich sind

„Das habe ich gerade hier am Schreibtisch liegen“ sagt die Stimme am anderen Ende.
Na, das hört man doch gern.
Meine Sache im Visier des Dienstleisters. So hab ich mir’s vorgestellt.
Das Telefonat ist dann auch recht angenehm, wenngleich ein bisschen zu süßlich.

Irgendwie soll man aber auch nicht zu penibel sein, denn wer jeden Tag „zig“ Telefonate führt, entwickelt einen „Telefon-Stil“, genauso wie einen Arbeits-Stil. Es ist immer leicht, im Vorbeigehen ein Verhalten zu kritisieren. Und damit auch sehr schnell der Arroganz zu verfallen. Ich übe mich in Zurückhaltung. Wer weiß…..
Also tun wir, was man eben so tut am Ende eines Telefonates: Wir verabschieden uns nach der Vereinbarung eines weiteren Telefon-Termines. So weit so gut.

„Gerade wollte ich Sie anrufen“ sagt die Stimme am anderen Ende. Wieder ein wenig zu süßlich.
Und diesmal bin ich mir sicher: So habe ich mir’s nicht vorgestellt. Nähe entsteht durch eine bestimmte Ehrlichkeit. Und nicht durch klebrige Verbal-Akrobatik.
Ich bin dann mal weg…

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